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Wie die älteste Geschichte der Burg sich in den Schleier der Sage hüllt, so auch die Geschichte ihres Geschlechts. Vieles in derselben ist dunkel geblieben, namentlich die frühe Trennung des Stammes in viele Aeste und die Niederlassung einiger Linien in andern Theilen Deutschlands. Selbst die Frage, ob das uralte, angesehene Dynastengeschlecht der Reichsfreiherren von Boineburg, das jetzt noch, reich begütert, in Kurhessen und Thüringen in verschiedenen Zweigen blüht, eines Ursprungs mit dem raugräflichen der Pfalz sey, ist noch unerledigt. Oft wird das Leben der alten Geschlechter eben so zur Ruine, wie die Schlosser, die sie erbaut haben. –




DCLXXXXV. Granada am Nicaragua-See.




Die Stadt Granada ist häßlich, liegt aber in einer Landschaft von überschwenglicher Schönheit. Gärten mit ewig grünenden und duftenden Bäumen und Sträuchern umringen sie von drei Seiten und ihre vierte ist dem herrlichem See geöffnet. Zunächst der Stadt ist das Terrain eben. Drei bis vier Meilen weit landeinwärts erhebt sich aber der Boden zu kegelförmigen Hügeln, die bis zu ihren Gipfeln mit Gras bewachsen sind. Von dem Fuße dieser Hügelreihe senkt sich eine mit Wald bedeckte Fläche allmählig nach dem See hinab. Zur rechten derselben steigt der Mombacho kühn vom Ufer empor, umgeben von einer Gruppe kleiner Eilande, den Isletas, und weiter hinaus liegt die Insel Zapatera mit ihren waldigen Höhen, und noch weiterhin erheben sich in der Ferne die beiden Pyramiden der Insel Ometébek, deren Spitzen sich in Wolken hüllen. Zur linken erstreckt sich die Fläche, gleichförmig bewaldet, und bewässert vom Rio Panaloya und dem Rio de Tipitapa, bis an den Fuß der erzreichen Gebirge von Matagalpa fort, welche die ganze nördliche Hälfte des Horizontes einnehmen. Diese ganze Landschaft steht auf dem Schütterkreise lebendiger, plutonischer Kräfte. Der Mombacho, jener Kegel im Hintergrunde unseres Bildes, ist, wie alle benachbarten Höhen, die Inseln eingeschlossen, vulkanischen Ursprungs. Auf der hinteren Seite öffnet sich ein weiter Krater, von welchem der auf dein Bilde sichtbare Kamm der nördliche Rand ist. Der südliche senkt sich tief hinab. Heiße Quellen sprudeln an seinem Fuße. Sein Gipfel ist noch unerstiegen.