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| Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Fünfzehnter Band | |
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Herrnhuterthums hat sich erweitert, die Wolken zogen fort, die Nebel lösen sich auf und verschwinden und die Brüdergemeinde geht ruhigen, festen Tritts durch die Zeit, sich läuternd und verständigend, sich fortpflanzend und ausbreitend unter dem Segen des Allgütigen.
Ja, mit dem Segen Gottes! Denn was ist segenwürdiger, als das Streben, Menschen zu erziehen und zu vereinigen zu einem Leben der brüderlichen Eintracht und zu werkthätiger Liebe? Was kann das Christenthum Höheres wollen? Die Missionsanstalten der Herrnhuter, – ihre Gemeindestiftungen unter den Götzendienern in den Ländern des ewigen Eises und in Afrika’s glühenden Wüsten, unter den Antipoden Australiens und den menschenfressenden Rothhäuten Amerika’s, Anstalten, durch die sie die wilden Horden nicht zu Sklaven machen, wie die Jesuiten, sondern ihre Sitten zu brüderlicher Menschlichkeit sänftigen und erziehen: was sind sie anders, als der Christuslehre christliche That? –
Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Fünfzehnter Band. Bibliographisches Institut, [Hildburghausen] [1852], Seite 268. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_15._Band_1852.djvu/276&oldid=- (Version vom 13.9.2025)