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kann ein recht behaglicher Genuß nicht aufkommen. Nachts zumal, wenn die Falten der reichgeblümten, schweren Seidengardinen, die Silbertapeten und die Goldrahmen der gewaltigen Spiegel von Gasflammen bestrahlt werden, bieten Restaurationen und Kaffeehäuser einen fast zauberhaften Anblick dar. An den heißen Sommerabenden, wo die schwüle, drückende Luft die Spaziergänger schnell ermüdet, sind namentlich die Eiscremesalons gedrängt voll wohlgekleideter Männer und Frauen. Nicht minder die Austernkeller ersten Rangs, welche, die Souterrains vieler Prachtgebäude einnehmend, sich, wie Aladdins Höhle, funkelnd von Licht und Pracht, auf den Broadway öffnen und die lustwandelnden Schaaren in ihre Tiefen locken. Schauen wir selbst! – Folge mir hinab in die schimmernden Trinitatistempel des Luxus, der Lust und des Genusses! – Von der letzten Stufe einer breiten Marmortreppe, auf der ein Gaskandelaber hinableuchtet, treten wir durch eine Pforte von vergoldeten Säulen in einen Feensaal. Zu beiden Seiten des langen gewölbten Raums streckt sich, schwimmend in Licht, das zurückgeworfen und vervielfältigt wird von zahllosen Spiegeln, unter Draperien von Gold- und Silberstoffen hin, eine lange Reihe der prächtigsten Arkaden aus. Sie sind mit anmuthigen Malereien und Schnitzwerk geziert, mit kostbaren ultramarinblauen oder carmoisinrothen Gardinen verhängt und an den Pfeilerwänden, oder in den Casetten der Decken mit Krystallglas ausgelegt. Jede der Arkaden bildet eine Anzahl durch Marmorsäulen und Vorhänge getrennte Kämmerchen, manche durch Kronleuchter strahlend erleuchtet, andere durch gefärbte Lampen in Helldunkel gehüllt, in denen das kostbarste Mobiliar, ein schwellender Divan von Sammt, geschnitzte Lehnsessel und Longchaises, allerliebste Tischchen von Rosenholz, im Verein mit den Bildern an den Wänden durch die Vorstellungen des ausgesuchtesten Luxus und Comforts auf die unbewachten Sinne wirken. Hier ist Alles, was das Auge sieht, mit seinen Lichtern und Schatten auf das Meisterhafteste für das Eine berechnet, die Begierde zu erregen, die Lust für Genuß zu erwecken. Da ist kein leeres Plätzchen, auf dem das Auge ausruhen, der Gedanke sich sammeln und abkühlen könnte; jedes Winkelchen ist verziert, geschmückt, ausgefüllt mit reizenden Gegenständen und jeder Gegenstand leitet immer auf den einen Zweck hin. Dort lauert ein Amor mit zielendem Pfeil von einem Postamente, daneben füllt die Statue einer halbentkleideten Venus eine Nische, dort fesseln die drallen, schwellenden Glieder eines Ganymed, der dem Vogel des Jupiter die Nektarschale reicht, den Blick, es strahlt die funkelnde Flaschenpyramide auf dem Schenktisch, es glitzert das Silbergeschirr, es duften die Krystallvasen mit Blumen von der Marmortafel – und einladend blicken aus dem Grün der blühenden Umgebung die Schüsseln, angefüllt mit den rothen Hummern und Krabben und den appetitlich zubereiteten Seefischen in allen Größen und Gestalten, die geschliffenen Caraffen und Gläser, die Vasen und Schüsseln mit Austern, hinter denen schmucke Kellner stehen, eines Worts oder Winks von Dir gewärtig, um Dir die Leckerbissen auf silbernen Schalen zu präsentiren. Wie Wenige, welche diese Zaubergrotten betreten, können den von allen Seiten auf sie andringenden Erregungen