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widerstehen, und glücklich, wenn sie diese Orte nur mit leichteren Börsen und schwererem Kopfe wieder verlassen! Denn auf den Neuling lauert in den unterirdischen Lichtpalästen die elegante Gaunerschaft, der Veteran der Ausschweifung oder des falschen Spiels, und hat er sein halbes hundert Austern verspeist und sich mit einer Flasche Sherry oder Madeira den Kopf drehend gemacht, so sammeln sie sich um ihn, wie um ein Aas die Geier. Die Bekanntschaften, welche hier angeknüpft werden bei dem Lichte von tausend Flammen – sie endigen nur zu oft in den dunkelsten Höhlen, wohin sich viehische Laster und grauenvolle Verbrechen verbergen, oder in der stillen, finstern Zelle des Gefängnisses. Seht dort den blonden, bartlosen Jüngling, der am Arme des ältlichen Herrn die Marmortreppe hinan auf die Straße wankt. Er ist die Beute eines ergrauten Kartenkünstlers, eines Werbers für eine jener fashionablen Spielhöllen, die ihre Agenten in den Kaffeehäusern und Restaurationslokalen unterhalten, um reiche Gimpel zu fangen und ihnen Beute zuzuführen. Das Paar hat nicht weit zu gehen. Nebenan, im Hofe des palastähnlichen Gebäudes, – dort, wo die Reihe hoher Fenster ist und matter Kerzenschein durch die Jalousien zittert, ist der Tempel, dessen Pforten sich nur auf die Parole des Eingeweihten erschließen. – Dort tauscht er, Grad für Grad, die Mysterien des Spiels und der Lust an den grünen, mit der elegantesten Gesellschaft umgebenen Tischen und in den Boudoirs der schönsten Frauengestalten, gegen sein Vermögen, seine Kraft, seine Ehre, sein gutes Gewissen und die Ruhe seiner Seele ein, bis er selbst herabsinkt zum Vollblutschurken, zum Veteranen des Lasters, zum Werber und Kuppler für die Teufel, deren List er zum Opfer fiel.

Alle Kaffee- und Speisehäuser des Broadway sind Anlagen im großen Styl und beständige Fundgruben für den Beobachter und Menschenkenner. Die ungeheure Zunahme des Handels und Verkehrs in New-York hat aus dem älteren Stadttheile, wo die Geschäfte ihren Hauptsitz haben, die Wohnungen in die nördlichen, neueren Stadtviertel, oder über den Strom nach Williamsburg und Brooklyn gedrängt, oder auf die anmuthigen Eilande verlegt, welche den Hafen von New-York vom Ocean trennen und die, noch vor ein Paar Jahrzehnten Wald und Weideplätze, jetzt mit Parks, Gärten und Tausenden von Landhäusern bedeckt sind. Dort ist der Kaufmann zu Hause; im Broadway und den angrenzenden Stadtvierteln hat er seine Geschäftslokale. Bis zum vierten Stock bestehen die meisten Häuser aus Niederlagen und Schreibstuben, und da Zeit in Amerika Geld ist, und Geld der Werthmesser der Menschen, so denkt Keiner der geschäftlichen Bevölkerung daran, eine Viertel- oder halbe Stunde Zeit dem Wunsche zu opfern, in seiner Familie zu speisen. Zur festgesetzten Minute entleeren sich die Komtoire und die Geschäftsleute strömen nach dem nächstgelegenen Kaffee- oder Speisehause, um den inwendigen Menschen mit dem zu erfrischen, was Leib und Seele zusammenhält. Während die Kinnladen sich beschäftigen, erquickt sich der Geist an den Zeitungen und empfängt der Spekulationssinn den neuesten Handelsbericht und Kurszettel als fruchtbringende Saat. Ueber 50,000 Handelsherren und ihre Gehülfen speisen