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Der Bau hat 2 Million Thaler gekostet. 5 Jahre (1840–51) genügten zur Ausführung. Die Baumeister waren die Ingenieure Wilke und Dost. Was Solidität und Zweckmäßigkeit der Konstruktion betrifft, so wird dies kühne Werk von keinem vorhandenen übertroffen.




DCCX. Der Friedhof auf Mount Auburn bei Boston.




Es ist ein wunderliches Volk, diese Amerikaner. Ihr kurzes, in Hast und Jagen dahin eilendes Leben hat wenig Sinn und Freude an der Natur, sie gönnen sich kaum Zeit zu einem Spaziergang in Feld und Wald; für Millionen schmückt der Frühling das Land vergeblich mit Blumen und Blüthen und die Berge mit jungem Grün. Für sie ist der Mai umsonst ein beredter und freundlicher Prediger im Tempel der Natur, wiegen vergeblich sich die bunten Schmetterlinge auf den glänzenden Büschen, läuten die Maiblümchen ihre Glöckchen zum Feste, haucht der Fichten- und Kiefernwald balsamische Düfte. Was sie sich selbst im Leben versagen, das gönnen sie aber ihren lieben Todten! Die Friedhöfe – wo wir unsern Geliebten mit widerlicher Kargheit kaum den allerdürftigsten Raum gewähren, und wo jede Handbreit Erde über das polizeiliche Maß hinaus mit Geld aufgewogen werden muß, – wissen sie zu einem lieblichen Paradiese umzugestalten, und dem Amerikaner thut der Gedanke wohl, daß die abgerufenen Seinen, die er nicht mehr an sein Herz drücken kann, in einem Garten unter duftenden Rosenbüschen oder im Schatten blühender Baumgruppen schlummern.

Der Friedhof der Bostoner auf Mount Auburn ist ein Muster amerikanischer Ruheplätze für die aus dem Leben Geschiedenen. Der Todtenpark nimmt den Raum einer halben englischen Geviertmeile ein und entfaltet die Schönheiten einer überschwenglichen und reichen Natur in größter Mannigfaltigkeit. Freiheit herrscht im unendlichen All, Freiheit herrscht in der Vorstellung des Volks; die freie Natur soll daher die Bewahrerin und Erbin seines Staubs seyn. In Auburn sieht man keine steifen Alleen, nach deren Linien der Sexton die Gräber