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mischen, der Intervention europäischer Mächte aber zu wehren. Mit immer raschem Schritten nähert sich die Politik der Vereinigten Staaten dem offenen Streben, den Kontinent zu beherrschen, jetzt aber in Folge der Annexation von Louisiana, Texas, Neu-Mexiko und der nahen Aussicht weiterer großer Länder-Erwerbungen am Golf von Mexiko fällt das Schwergewicht dem Süden zu. Kuba ist, vermöge seiner geographischen Lage, seiner Größe, seiner unerschöpflichen Kulturfähigkeit, seiner vortrefflichen und großartigen Kriegshäfen, der Schlüssel zum mexikanischen Golf und zu seinen Küstenländern, der Brückenkopf zu den reichen Inselgruppen Westindiens, das Vorwerk zur Herrschaft über das centrale Amerika. Eine feindliche Macht in Kuba kann mit verhältnißmäßig geringen Mitteln nicht nur das Vordringen Nordamerika’s nach dem Süden im Schach halten, sondern die sämmtlichen südlichen Küstenstaaten gefährden, die Mündung des Mississippi und den Ausfluß des ungeheuren Handelsverkehrs aus seinem über 10 Millionen Quadratmeilen umfassenden Länder-Bassin blockiren, die Lebensader des Kontinents unterbinden, die gesammte Seeschifffahrt nach Osten und Süden zerstören und die Entwickelung dieses großen Staatenkomplexes auf die engsten Grenzen zurückdrängen. Nicht weniger die Bedeutung dieser politischen Wichtigkeit und Gefahr, als das Gelüste nach dem positiven Besitz der Perle der Antillen sind längst dem Yankee zu Kopf gestiegen und wie er in der Wahl der Mittel zur Erreichung seiner Wünsche überhaupt nicht sehr skrupulös ist, hat er seit den letzten 8 Jahren unablässig und unter allerhand Formen Versuche gemacht, der lockenden Beute habhaft zu werden. Es galt zunächst, die spanische Herrschaft zu stürzen und man fand in der Unzufriedenheit der Eingebornen den besten Hebel dazu. Die Söhne der reichen Kubaner erhalten gewöhnlich ihre Erziehung in den Vereinigten Staaten; ihnen wurde ein Patriotismus und eine Freiheitsliebe eingeflößt, der sie mit dem heftigsten Haß gegen das spanische Joch erfüllte; man malte ihnen den Zustand einer Unabhängigkeit und Verbrüderung mit den Vereinigten Staaten als eine glänzende Zukunft aus, versprach Förderung ihrer freiheitlichen und materiellen Interessen mit der vorgesteckten Miene der aufrichtigsten Freundschaft und Uneigennützigkeit, bot Hülfe an und bearbeitete sie so systematisch für revolutionäre Zwecke. Geheime Verbindungen verbreiteten sich bald über die Insel und wurden vom Kontinent aus gefördert; aber zum Ausbruch eines Aufstandes ließ es sowohl die Wachsamkeit der Regierung und die dem entarteten spanischen Blut innewohnende Verrätherei und Feigheit vor der entschlossenen und opfermuthigen That nie kommen; die Gefängnisse füllten sich mit Verdächtigen und Verrathenen, die Schaffotte mit dem Blut der Garottirten und die Taschen der Verfolger mit den Gütern der Verurtheilten. Die Regierung erkannte sehr bald den Antheil, welchen das Volk der Vereinigten Staaten an der Bewegung hatte und sah von nun an, trotz aller officiellen Freundschaftsbezeigungen, in ihm nur seinen gefährlichsten Feind. Gehässiges Auftreten gegen Bürger der Vereinigten Staaten, Erschwerung des Verkehrs mit Kuba, Verletzung des Briefgeheimnisses, Beschimpfung der amerikanischen Flagge und vielfache Akte der Gewalt und Rache gegen das Nachbarland waren fortan an der Tagesordnung. Beschwerden,