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seine Söhne, die Nachkommen des souveränen Rebellenvolkes, die Freiheitsjünger und berufenen Republikaner, von Henkershand einer gottbegnadeten europäischen Herrschermacht zum Tode gebracht worden! Das Volk fühlte sich mißhandelt, in seinen heiligsten Grundsätzen, die seine Väter mit ihrem Herzblut zu den allein gültigen im Menschenverband getauft, denen der Selbsthülfe gegen fremde Tyrannei, auf’s Tiefste verletzt: es hatte einer gleichberechtigten Idee, der der angerufenen Intervention zu Gunsten seines nach Freiheit ringenden Nachbars, ein kostbares Opfer gebracht, welches nun zertreten im Staube lag. Das Volk der Vereinigten Staaten bemächtigte sich von jetzt an der Befreiung Kuba’s als einer nationalen Frage; im Interesse der eigenen Integrität und Selbsterhaltung proklamirte es sie als eine unbedingte Nothwendigkeit, und vindicirte ihr volle Berechtigung im Namen der Humanität. Sogar die dem Flibustierthum feindlichen öffentlichen Stimmen verfochten jetzt dieses Princip; die furchtsame Unionsregierung aber, obwohl zu energischen Schritten gedrängt, ließ diese bei geharnischten Noten und trotzigen Interpellationen bewenden, ohne ihnen die angemessene That folgen zu lassen. Man tröstete sich mit dem bevorstehenden Regierungswechsel; Kuba wurde dominirende Parteifrage, sie wurde in’s Glaubensbekenntniß der Wahl-Kandidaten aufgenommen und im Jahr 1853 erklärte sich Präsident Pierce in seiner Antrittsrede mit applaudirter Entschiedenheit für die Intervention in Kuba’s Freiheitsbestrebungen. Während jedoch die Regierung auf Erfüllung dieses neuen politischen Programms warten ließ, blieb der Thatendurst der Volkspartei nicht müßig. Das Werbbanner der Flibustier wehte an allen Seeplätzen; eine zweite Expedition, im größeren Maßstabe als die erste, wurde vorbereitet; die Regierung, erschreckt durch die vehemente Einsprache Spaniens und das drohende Gespenst einer englisch-französischen Allianz zu Gunsten Kuba’s, sowie eingeschüchtert durch die herkömmlichen Forderungen des Völkerrechts und der Neutralität, vereitelte das Absegeln des Flibustier-Geschwaders, erregte aber durch diese, dem Volkswillen entgegenstehende Maßregel einen so heftigen Sturm, daß sie einen Matador der Flibustier als Gesandten nach Madrid schicken mußte, mit Instruktionen, dort die Erwerbung Kuba’s auf unblutigem Wege, dem des Kaufs, zu betreiben. Man dachte jetzt mehr an eine Annexation der Insel als an Befreiung der Insulaner vom spanischen Joch. Erstere setzte man als nothwendige und sich selbstverstehende Folge der letzteren voraus. Die Vereinigten Staaten boten 100 Millionen Dollars, ein kaufmännisch sehr annehmbares Gebot für Spanien, da von nun an Kuba, wegen der nöthig gewordenen bedeutenden Rüstungen zu seiner Sicherheit keine direkte Rente mehr an’s Mutterland zu zahlen im Stande war. Es widersprach aber dem spanischen Begriff von nationaler Ehre, einen Länderhandel einzugehen und der Gesandte kam vor Kurzem unverrichteter Sache mit einer höhnenden abschlägigen Antwort zurück. Seitdem stehen die Statthalterschaft von Kuba und die Vereinigten Staaten sich schroffer und feindseliger gegenüber, als je, und von Seiten ersterer wird kaum eine Gelegenheit versäumt, das Sündenregister nationaler Unbilde oder Repressalien, für welche die Union Rechenschaft