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dreißig Meilen nordwärts von Columbia vorbei, welches das Zusehen hat, und eben so eilen auf einer kurzen Eisenbahnstrecke die Bewohner von York an Columbia vorüber. Columbia selbst, von welchem man auf der rechten Seite des Bildes einen kleinen Theil sieht, bietet Bilder regen Geschäftslebens am Kai dar; sobald man aber die Hügelseite erstiegen hat, gelangt man nach einem wirklichen Rus in Urbe. Die Landsitze und Villen der Gegend, mit ihrem Reichthum an Weinbergen und Gärten, haben Aussichten in Fülle, und sind in letzter Zeit sehr beliebte Süjets für die Pinsel amerikanischer Künstler geworden. Man braucht seinen Standpunkt nur um wenige Schritte zu ändern, um neuen und schönen Scenerien zu begegnen, und wenn ein Tourist mit Lokomotiv-Schnelligkeit in dem Wagen der Erie-Eisenbahn-Gesellschaft über den Susquehanna geflogen und sich für berechtigt hält, die Schönheit dieses Flusses zu kritisiren, so lasse man ihn der Einladung unsers Bildes folgen, einen Tag Angesichts Columbia Bridge zu verbringen und dann seinen Fehler bereuen, dies früher versäumt zu haben.




DCCXXXXII. Die Eagle-Rocks (Adlerfelsen)
am Mississippi.




Wieder ein Mal ein Bild aus dem Mississippi-Thale!

Wir wissen bereits, daß der Strom in seinem obern Laufe eine Menge malerische und romantische Ansichten darbietet. Um Lake Pepin und bis fünfzig Meilen abwärts, ist die Scenerie wirklich prächtig; sie steht der der Elbe zwischen Dresden und Schandau nicht nach. Die Felsenufer sind kohlensaurer Kalk auf Sand gelagert und gehören der Grauwacke oder den silurischen Gesteinen an. Häufig ist der höchste Theil der Uferseite ein Riff, das sich mauerähnlich fortstreckt, oder das Gestein wächst kegel- und pyramidenförmig aus dem Schutte hervor. Ohngefähr 25 Meilen unterhalb Lake Pepin streben die Felsen wie Obelisken in die Höhe, mit Gras, Schlingpflanzen und zwergartigen Bäumen bis zur Spitze bedeckt. Unser Bild stellt eine Partie dieser romantischen Gegend dar. Die Reihe der Eagle-Rocks thürmt sich 300 bis 400 Fuß hoch auf und um ihr weißes Felsgemäuer woben Mythe und Sage ihre düsteren Schleier. Zwei Dahcota-Stämme, die Talangamanes oder Redwings und