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an die Stätte zurück, wo er Hof gehalten. Eine Viertel-Stunde weiter, auf einem in die Ebene verschlingenden Hügel, steht die große Moschee Emir Sultana, mit einem prachtvollen Treppen-Aufgang, der die ganze Breite des Hügels einnimmt. Sie bildet im Innern ein kolossales, weiß getünchtes Mauerquadrat, an der einen Seite mit einem stattlich aufgeputzten und von riesigen Wachskerzen strahlenden Altar; künstlich verschlungene Koranverse bedecken die Wände, in Gold-Schriftzügen auf schwarzem Grunde geschrieben. In der Mitte des Hofes sprudelt eine Fontaine. Weiter hinauf in der Ebene liegt Jeschil Imaret, die „grüne Stiftung“, eine kleine Stadt von Moscheen, Sultans-Grabstätten und dazu gehörigen Spitälern, Wohlthätigkeits- und Lehr-Anstalten. Ihren Namen verdankt sie den grünen, mit persischem Porzellan bekleideten Kuppeln, deren vier der großen Moschee, eine fünfte dem herrlichen Grabmal angehören, welches Mohamed I., der kunstverständigste unter den Beherrschern Brussa’s, sich noch bei seinen Lebzeiten errichtete. Auf einer erhöhten Terrasse, unter dem Portal der Moschee, plätschert ein schöner Brunnen seine kühlen Wasser in ein weißes Marmorbecken, und unter dicht belaubten Bäumen lagern da die Pilger, Angesichts einer paradiesischen Natur, bis sie der Muezin zur Andacht ruft. Die Moschee selbst ist an Schönheit und Reichthum ein Meisterwerk der Baukunst. Von den edelsten Verhältnissen, ist es mit Ornamenten aus den mannigfaltigsten und kostbarsten Marmorn prächtig geschmückt. Die Wände des Innern und zweier symmetrisch angelegten Seiten-Rotunden spiegeln Weiß in Blau die Inschriften des Korans wieder, wie Perlenstickerei auf Sammtgrün; der rothmarmorne Altar (Mihrab) ist mit einer Buchstaben-Guirlande eingefaßt, die dem kundigen Auge die Größe Allahs darstellt. Von derselben originellen Pracht war das Grabmal des Sultans. An seinen Sarkophag, der mit den kostbarsten persischen Shawls behängen war, reiheten sich an 30 Särge seiner Prinzen und Töchter. Die achtseitige Umfassungsmauer, über der sich die hoch aufstrebende Kuppel erhob, war aus blauem Porzellan und mit Koran- und Dichtersprüchen beschrieben.

So sehr jeder Beschauer von der reizenden „grünen Stiftung“ entzückt ward, so wartete seiner doch noch ein imposanterer Eindruck, wenn er die nahe gelegene Ulu Dschami, die eigentliche Kathedrale Brussa’s, besuchte, das gemeinsame Werk der Sultane Murad, Bajasid und Mohamed, dreier Menschenalter, vom Großvater bis zum Enkel. Die an den anderen Tempeln beschriebene Pracht fand sich hier in noch gesteigerterem Maße, und die Vereinigung derselben mit kolossalen Dimensionen und der Kostbarkeit der Stoffe machte für den Kunstfreund den Besuch dieser Moschee zum Glanzpunkt seiner Genüsse in Brussa. Geschichtlich merkwürdig war eine ehemalige griechische Klosterkirche, in deren Hallen die Gründer der osmanischen Macht, Osman und Achan, mit ihren Familien beigesetzt wurden. Dies uralte Kloster liegt innerhalb der Mauern des Kastells. Im reinsten gothischen Styl erbaut, ist es zum Theil Ruine und von wild wuchernden Gärten umschlossen; aber die Gruft ist noch in der den großen Todten würdigen Pracht erhalten; am Gewölbe glüht der blutrothe Halbmond auf silbernem Grunde;