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von Asseburg, in deren Besitz sie seitdem verblieben ist. Der jetzige Majoratsherr hat sie, die zu verfallen anfing, im vorigen Jahrzehnt gründlich restauriren lassen und in bewohnbaren Stand gesetzt. Wie geräumig sie ist, geht schon daraus hervor, daß der jetzige Besitzer im Jahre 1843 drei Könige (von Preußen, Sachsen, Hannover) mit ihren zahlreichen Jagdgefolgen zu gleicher Zeit als Gäste aufnehmen konnte. Besonders sehenswerth ist der alterthümlich geschmückte Haupteingang der Burg mit sieben Thoren und der Söller, von dem man über 40 Dörfer und Städte hinweg bis in die Elbgegend schaut. Bei klarem Himmel erkennt man noch deutlich die Thürme von Magdeburg.

Am Fuße des Burgbergs kauert ein stilles, kleines Dörfchen, Pansfelde geheißen – und Viele gibt es, denen es lieber ist, als die Burg selbst mit all’ ihrer Herrlichkeit. Wer kennt nicht Bürger, und wer wüßte nicht seines Pfarrers Tochter zu Taubenheim auswendig? Der Ballade liegt bekanntlich eine wahre Begebenheit zu Grunde, und in jenem Dörfchen ist sie in Scene gegangen. Bürger hat es verstanden vor den Wagen seiner Unsterblichkeit den Pegasus zu spannen wie Keiner. Traurig ist’s, das arme Thier jetzt bei so vielen Dichtern zu sehen, wie es im Stall vor dem leeren Reff steht. Was die heutigen Poeten so ungenießbar macht, ist ihr übermäßiger Verstand, der sich von dem Natürlichen und Unbefangenen lossagt und sich abmüht, die Menschen erkennen zu lassen und ihnen darzuthun, was faßlich zu machen ihnen nun einmal versagt ist. Wasser ist ihr Wein, und die geehrten Herren und Frauen werden nicht müde, es in den Sieb zu tragen.

Ich rede von den Vielen, nicht von den Wenigen; denn auch die Gegenwart prangt, wie die klassische Zeit, mit unsterblichen Namen. –




DCCLIII. Naumburg und sein Dom.




Hier ist gut wohnen! Denn das Naumburger Ländchen ist ein heiteres Land, und die Leute drinnen sind ein biederer, freier und aufgeweckter Schlag, unter denen es Einem wohl seyn kann. Das romantische Saalthal, tief in den Sandsteinfels gegraben, mit Reben an seinen sonnigen Gehängen, und von waldigen Höhen umkrönt, hat keine schönern und lachendern Gegenden aufzuweisen, als die um Naumburg, – das aus seinem Gartenkranze den Fremden schon von fern gar freundlich anschaut. Die Stadt ist offen, die alten finstern Festungswerke