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Stunde. „Weder Ahasver in seinem goldenen Wagen, von feuerschnaubenden Rossen gezogen, noch die Cleopatra, als sie

......................„Auf schlanker Galeere,
(Gezimmert aus Rosenholz, mit silbernen Buckeln gefestigt,
Das Takelwerk schillernde Seide, die Taue aus goldnen Gespinnsten,
Purpurn die Segel und schwellend von würzig duftenden Winden),
Im Kreise der üppigen Nymphen den Wogen scherzend gebietend,
Wie Venus, vom Meere geboren etc.".........

dürfen wir heute beneiden“ – so sagten wir uns, als wir an einem hellen Sommermorgen, in Gesellschaft munterer Freunde, auf einer Tour nach Catterskill den majestätischen Strom hinaufschwammen. Die Luft war angefüllt mit dem Aroma, welches uns ein sanfter Westwind aus dem frisch gemähten Wiesengrund herübertrug, die weißen Segel der kleinen Fahrzeuge spiegelten sich schachbretartig wider auf der leichtbewegten Oberfläche des Flusses, und als wir den langen Felswänden der Pallisaden vorüberfuhren und durch die echoreichen Buchten des Hochlandes steuerten, beneideten wir weder Deutschland um seine weinberankten Rheinufer, noch Ungarn um seine von Ruinen und Schlössern geschmückte Donau. Wir glaubten, die Welt habe keinen herrlicheren Strom aufzuweisen, als den Hudson, und die Chroniken aller Luftfahrten hätten von keiner froheren Gesellschaft zu berichten, als der unsrigen.

Es war spät Nachmittags, als wir am Dorfe Catterskill landeten, wo wir nach einem flüchtigen Besuche in dem Atelier des berühmten, seitdem heimgegangenen Landschaftsmalers Cole einen Wagen bestiegen, uns nach dem Gebirge zu bringen. Den Tag über hatte es, fern und blau, vor unsern Augen gestanden; jetzt befanden wir uns zu seinen Füßen. Die ersten Paar Meilen war der Weg weniger interessant als ermüdend; aber sobald wir die Ebene verlassen hatten, erhob sich eine frische, erquickende Luft und öffnete sich hie und da ein entzückender Blick über Feld und Wald. Die letzten drei Meilen hatten wir zu Fuß zurückgelegt, und als wir endlich, bei hereinbrechender Dunkelheit, das auf dem höchsten Kamm erbaute White Mountain House erreicht hatten, waren wir, ermattet, durstig und hungrig, einestheils froh, die erhoffte Aussicht vom Table Rock bis nach dem Genusse eines herzhaften Abendessens und einer stärkenden Nachtruhe verschieben zu können. Am nächsten Morgen mit dem ersten Erwachen der Vögel waren auch wir auf den Beinen, und als wir eben zur höchsten Spitze der nördlichen Bergwand hinankletterten, sandte der rosige Tag seine ersten Boten über den östlichen Himmel aus. Vor uns lag das dunstige, breite Thal, noch im Zwielicht schlummernd, während die prächtige Sonne, sich voll Majestät und Grazie von ihrem karmoisinrothen Wolkenlager erhebend, ihr mildes Licht über den weiten Erdball ausgoß. Die sanfte Morgenluft schüttelte einen Thauregen von dem rauschenden Laubdache über uns. Die Vögel jubelten