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sie wolle, würde unfehlbar das ganze Gebäude seiner kaiserlichen Institutionen und Erbfolgeordnung wie ein Kartenhaus zusammenfallen machen.

Noch blendet der Glücksschimmer des Mannes, der gegenwärtig in den Tuilerien die Rolle des Hausherrn spielt, die Welt. Durch die nämlichen Mittel, durch welche er den Kaiserthron ergatterte, durch den rücksichtslosen und schlauen Gebrauch der unsittlichsten Waffen und Künste, hat er sich bisher an der Spitze der Macht erhalten. Alle seine Streiche sind ihm gelungen; doch sich dauernd auf der Höhe zu behaupten, dazu ist so wenig Aussicht für ihn, als für den Wolf der ruhige Besitz des Schafstalls, in den er durch nächtlichen Einbruch gedrungen. Die Zeichen reden. Eine Menge Erscheinungen, welche der gedankenlosen Menge entgehen, geben einen klaren Einblick in die Hoffnungslosigkeit seiner Lage, welche der eines Spielers zu vergleichen ist, der mit jedem neuen Einsatz seine ganze Habe wagt. Da hilft kein Gewinnen! So weit ist es schon gekommen, daß die Staatsgewalt die geknebelte, als Sklavin gehorchende Presse nöthigt, die stummen Zeichen der Unzufriedenheit bei dem öffentlichen Erscheinen des Staatsoberhaupts, der Notorietät dieser Thatsache zum Trotz, als Zeichen des Beifalls zu fälschen und die kaiserliche Polizei es für klüger findet, Verschwörungen und Anschläge, die sie entdeckt, zu vertuschen, als an die moralische Entrüstung der Nation zu appelliren. Das alte Wort: „Qualis vita, finis ita“, wird Recht behalten.

Und daß es so sey, daß der Menschheit, wie an Napoleon dem Großen es geschehen, wieder einmal ein erschütternder, leuchtender Beweis vor Augen gestellt werde, daß in der sittlichen Welt höhere Gesetze und Ursachen walten und wirken als in der todten Mechanik, und nicht blinde Naturkräfte allein thätig sich erweisen; daß der Glaube an eine vergeltende rächende Gottheit etwas mehr sey, als eine Mythe, und er an der Schuld auf dem Throne so gut sich bewähre, wie an dem Verbrechen in der Hütte, – ist keiner Zeit nöthiger, als dieser materialistischen, ungläubigen Gegenwart. Ein großes Beispiel der Vergeltung muß die Massen zur Erkenntniß der Sittengesetze und zur Ehrfurcht vor denselben zurück führen. – Frei gegeben ist die Wahl allen Menschen. Der Bauer wie der Kaiser mag nach eigener Willkür sich zum Abfall bestimmen, er mag durch seine Verneinung sich im Unrecht verlieren und sich durch selbstsüchtiges Treiben lossagen von der sittlichen Weltordnung; aber er wird es auf eigene Gefahr thun, der Nemesis soll und darf er nicht entgehen. Wer im Mißbrauch seiner Freiheit von Gott abgefallen und sich ausgeschlossen hat durch eigene Schuld von der Anwartschaft auf ein glückliches, beglückendes Daseyn, wer durch Verbrechen, an dem Höchsten begangen, sein Gewissen wie durch Skorpionbisse vergiftete, dem soll der Schatten des Todes durch das Leben folgen und Arbeit und Freude in peinigendes Mühsal und in stechende Lust sich verwandeln. Tyrannen, auf welchen der Fluch ihrer Thaten lastet, müssen mit jedem Schritt tiefer in die Finsterniß der leeren Scheinwelt hinab tummeln, der tödtende Frost ihrer Selbstsucht muß sie erstarren machen, bis