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Jahre gewährt. Was sind dagegen die historischen Zeitrechnungen der Chinesen, der Juden, der Aegypter, und jene Reihe der 330 Könige, von welcher die Priester des Nilvolks dem Herodot als von Nachfolgern ihres ersten Königs Menos erzählten! – Sogar jener große Zeitraum ist nur wie eine Stunde im Leben der Erde zu rechnen, dessen Geschichte uns die Hieroglyphen in den Trümmern der Erdrinden erzählen. Die gesammte Erosionszeit des Niagara gehört dem jüngsten ihrer Tage an, während welcher die Thier- und Pflanzenschöpfung keine Veränderung erlitt, und keine Erdrevolution das Leben der Organismen tödtete, um neuen, höheren das Daseyn zu ermöglichen. Jene Vergangenheit aber, wo das organische Leben in der ersten Pflanze der Grauwackenbildung keimte, der erste Fisch die Meere des Zechsteins durchschwamm, der erste Vierfüßler seine Fährte dem Sande aufdrückte, ist von diesem jüngsten Tage des Erdenlebens, da der erste Mensch, „das erste Gespräch Gottes mit der Natur“, wie Goethe gesagt hat, erschien, durch Zeiträume getrennt, welche noch kein Forscher mit Zahlen zu messen wagte. Doch welche unendlich längeren Zeiträume sind auch diesen vorausgegangen, bis zu der Zeit, da unser Weltkörper als Dunstkugel im Aether des Weltraums seine Kometenbahn beschrieb! –

„Schüchtern zählt der Verstand die kurzen Stunden auf –
Der Gedanke allein umfaßt die Ewigkeit“.