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zusammen 16 Monate. Bleicher und immer bleicher wurden die Völkerhoffnungen. Da war viel Markten und Feilschen und Streiten um Land und Leute; aber von den Gewährschaften der Volksfreiheit wollte nichts verlauten. Schon waren die Kongreßherren so böse aufeinander geworden, daß Mancher an den Degengriff schlug; da sandte der erzürnte Herrgott den gefürchteten Mann der Insel wieder unter sie, und der Schrecken stürzte die Wechselbuden um, und von Neuem entbrannte der Kampf. Noch einmal zogen die Deutschen als Sieger ein in das eroberte Paris und Napoleon wurde, – ein neuer Prometheus – an den einsamen Fels im Meere geschmiedet. Sein Engel der Erlösung war – der Tod.

„Nun kommt’s gewiß, was man uns versprochen hat!“ – so sagten Viele, die noch vertrauten, in diesen Tagen. Es kam: – der „heilige Bund“. Mißtrauen trat an die Stelle der Hoffnung und auch die letzten Gläubigen wurden kleinlaut, als die Bundesakte vom Gnadenhimmel der Gesalbten dem deutschen Volke in den Schooß fiel. Hatte man doch von der Aufrichtung des deutschen Reichs auf Grundlage der Volksfreiheit und Volkseinheit geträumt! Das Volk nahm’s hin, fromm und geduldig wie ein Lamm. Die Resignation war an die Stelle der Erwartung getreten. Doch nicht bei Allen und Jeden. Noch leben Männer aus diesen Tagen, welche ihrer Entrüstung Ausdruck liehen und wir ehren zu dieser Stunde noch Manchen als einen der Besten unter uns, welcher damals um eines freien Wortes willen in die Kerker wanderte, oder aus dem Lande flüchtete und mit Steckbriefen verfolgt wurde. Das Volk sah solchen Thaten zu mit unterschlagenen Armen, und frugen es die Schergen: „Kennst du diese Menschen?“ so hat es sie verleugnet. Es soll dem deutschen Volke niemals vergessen seyn, was ich gesehen habe und was geschehen ist in den 18er und 19er Jahren. Kein Hahnruf hat ihm das Auge gefeuchtet; kein Liebes-Andenken erfreute die Märtyrer in ihrer Kerkernacht: – verschollen waren sie und vergessen. Zwölf lange, traurige Jahre folgten. Da klopften plötzlich die Pariser Ereignisse im Juli 1830 mahnend au die Pforten der Schlösser. Der Geist erschien manchem wohlwollenden Fürsten; doch keiner hatte das Herz, ihn anzurufen.

Was muthige Männer in diesen Tagen gesprochen haben, es verhallte – und bald wurde ihr Mund von Denen geknebelt, die solche Reden nicht leiden mochten. Wieder kam eine stumme Zeit. Sie dauerte acht Jahre. Dann aber regte sich ein beharrlicher, klarer Geist legalen Widerstandes in den ständischen Versammlungen und im Herbste 1839 fand die erste Besprechung ihrer Führer zu gemeinschaftlicher Förderung der Volksfreiheit auf gesetzlichem, parlamentarischem Wege Statt. Es war zu Hattersheim. Andere folgten von Zeit zu Zeit. Diese Zusammenkünfte fanden gewöhnlich auf einem Landgütchen im Rheingau (Hallgarten) Statt, das dem Patriarchen der deutschen Demokraten, dem alten Itzstein, gehörte.

Ein Aufschwung des Volksgeistes that sich im Jahre 1845 kund. Von jetzt ab erkannten die Regierungen in ihm eine Macht. Sie fanden es nicht mehr für angemessen, ihn mit Ausnahmsgesetzen und Bundestagsprotokollen