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Und als die Fürsten die Bitten, welche des Volkes Boten, nach errungenem, nirgends mißbrauchtem Siege, überall ehrfurchtsvoll zu den Thronen trugen, erfüllen zu wollen versprochen hatten; als der König von Preußen selbst in seiner Proklamation gelobt hatte, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen; als in feierlichem Umritt durch die Straßen seiner Hauptstadt, seine Herolde die deutschen Farben trugen; als die Trikolore auf den Zinnen aller Fürstenschlösser wehete und von allen Thürmen: – da war des Volkes Jubel kein Ende und auch der leiseste Zweifel an die Aufrichtigkeit und Dauer dieser Manifestationen fand keine Stätte mehr, nachdem die Gewährung der Volkswünsche: Preßfreiheit mit Volksparlament, und zum Schirme beider die Volksbewaffnung überall als Gesetz verkündigt worden waren. Das Einzige, was die bedächtigen und besonnenen Volksfreunde damals beunruhigte, war der Gedanke: „das Volk möchte nicht vorbereitet und nicht reif seyn, ein so großes Maß von Gütern der Freiheit in würdiger Weise zu gebrauchen und nicht Ausdauer genug besitzen, das leicht Errungene sich zu bewahren. Ihre Sorge, schon in den Märztagen ausgesprochen, ist leider nur zu begründet gewesen. Wahrlich! eine furchtbare Wahrheit Predigt des Dichters Wort:

„Kein Volk verliert die Freiheit, wenn es nicht
Der Fessel werth ist.“ –


Ich muß hier einen Schritt zurück thun, damit ich des Mährchens Faden nicht verliere. –

In Heidelberg hatten sich am 5. März 1848 einige fünfzig brave Männer versammelt, um in dem Augenblick, wo die Funken von dem verbrannten französischen Königsthron in den Zunder diesseits des Rheins geschlagen, und als Anarchie dem Brande nachzufolgen drohte, die für das Vaterland dringendsten Maßregeln zu berathen.

Nachdem sich diese Versammlung über Das verständigt hatte, was die Gefahr der Lage und die Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit Deutschlands erheische, beauftragte sie eine aus ihrer Mitte erwählte Kommission von sieben Männern, die Grundlagen einer deutschen Parlamentsverfassung zu berathen und die Berufung einer Nationalversammlung einzuleiten. Am 12. März erschien die Aufforderung der Siebener-Kommission an die Ständemitglieder aller deutschen Lande, sich am 30. März in Frankfurt einzufinden, um über die Berufung eines deutschen, verfassungsgebenden Parlaments zu beschließen; und als man erwog, daß der preußische Landtag am 3. April einberufen sey, ein Erscheinen preußischer Stände im Vorparlament also Schwierigkeiten habe, so lud man nachträglich die preußischen Stadtverordneten-Versammlungen zur Beschickung ein. Beide Aufforderungen waren Fehlgriffe; sie erregten durch ihre Ausschließlichkeit das Mißtrauen gegen die Intentionen der Männer, die sich zu Wortführern der großen Bewegung aufgeworfen hatten, und erregten den Unwillen