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begaffen, zu bewundern und zu beklatschen. Die Marionetten der Könige, welche bisher Würgens spielten, sie liegen einander als Zechbrüder in den Armen und erdrücken sich, gehorsam der erhaltenen Parole, in den Gefühlen gegenseitiger Liebe, Freundschaft und Bewunderung; – die Tartüffs und Schalksnarren der Politik aber, die Diplomaten, sitzen wieder oben auf, und die kastrirte öffentliche Meinung, der glatten Lüge gewöhnt, und der rauhen Wahrheit abhold, läßt sich das Blendwerk gefallen. Ist nicht schlechtes Druckpapier überall willig, der dummdreisten Flunkerei im Kleid der schönen Phrase seine Spalten zu öffnen und baaren Lohn dafür zu empfangen? Hat die privilegirte Lüge noch vom Todtengericht der Lebenden etwas zu fürchten? Die Bureaux des esprit public sind an die Stelle der kritischen Vehme getreten und in dem Maße, als das öffentliche Urtheil gefesselt und vergiftet wird, erhalten die Herren des Preßbengels Sicherheit und Freiheit, das Schwarze weiß zu nennen und das abgestorbene dürre Braun des Herbstes als frisches Lebensgrün anzupreisen.

Die Geheimlehre der Monarchie ist kein Geheimniß mehr. Ihre Offenbarung ist Gemeingut der Welt geworden. Die feiste, bleiche Asphodilblume im Schattenlande ist entfaltet, die Verheißungen der Propheten und die dunkeln Sagen eines neuen tausendjährigen Reichs, welches im Moder der Gräber fußt und die alte Zeit wieder jung machen will, sollen in Erfüllung gehen. Die modernen Cagliostro’s, welche mit ihren Galvanisirungsexperimenten dem Publikum Kurzweil machten, wollen nun alles Ernstes die Erneuerer der Zeiten seyn, und statt aus dem frischen, Hellen, fröhlichen Leben zur Himmelspforte höherer Erkenntniß hinanzusteigen, soll der Mensch hinabgeführt werden in’s Unterreich, er soll, statt im geistigen Licht, in der Finsterniß wandeln, er soll die Heiterkeit und Unbefangenheit des Lebens hingeben zur Sühne einer Schuld, von welcher der Weltheiland nichts gewußt. – Die da sich weiß machen, daß sie die Zeit beherrschen, die da wähnen, daß sie die ruinenbedeckten Todtenhügel der alten Welt nur mit einem eisernen Meer des blinden Glaubens zu umgießen brauchen, um ihrer Macht und Herrlichkeit für eine lange Zukunft ganz sicher zu seyn, die in ihrem Uebermuth so gern ein Jahrtausend aus der Geschichte rissen, um es, im Ketzerhemde, den Flammen hinzugeben, sie, die ihre eingebildete Untrüglichkeit und Heiligkeit an den Platz der gesunden Vernunft gestellt haben – sie, die Odinszauberer, welche der Menschheit die längst abgestreiften Naturhüllen wieder anziehen möchten, und sich unterfangen, den Strom der Geschichte über Stürze und Wasserfälle zurück zu seinem Ursprünge fließen zu machen, sie werden’s doch nicht durchsetzen. Der alte Meister des Höllenzwangs ist stärker als sie. Ob ihn Gott selbst in der edlen Kunst unterwiesen, oder ob Satanas, wie die Gegner sagen, sein Lehrmeister gewesen ist, darauf kommt’s nicht an; genug, der Schatz des Wissens, der als Barrengold wohlverschlossen im Tempel lag, er ist ausgemünzt, er ist in Umlauf, die Wissenschaft hat Kapital zu Kapital geschlagen, hinabgedrungen ist ihr Licht in alle Schichten der Gesellschaft und in unendlicher Entwickelung schafft sie fort und fort. Mag man auf die freie Forschung die Hunde und den wilden Jäger hetzen; mögen Despotismus