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und stäuben die Wohnungen der Menschen von der blühenden Erde; – des Wassers Gewalt reißt die schützenden Dämme von dem Strande und begräbt ganze Landschaften mit allein Lebendigen; des Feuers Wuth frißt Städte mit ihrem Reichthum; noch viel furchtbarer sind aber die Zerstörungen, welche aus dem unterirdischen Kampf der elastischen Gase mit dem starren Felsgerippe der Erde gelegentlich hervorgehen. Erdbeben legen zuweilen ganze Länder wüst, und löschen das Leben von Bevölkerungen aus. Zagend fragt sich dann wohl der Zeuge solcher Katastrophen bei dem plötzlichen Untergang von so viel Schönem und von so viel Menschenglück: Wie verträgt sich das mit der Vorstellung von dem Walten der Liebe und Gerechtigkeit in Gottes Schöpfung? Und mit lachendem Munde tritt der Leugner Gottes zu dem Schwachen und sagt ihm: Siehe, du hast von Gottes Thaten bisher mit Begeisterung erzählt und allezeit seine Herrlichkeit, Liebe und Gerechtigkeit gepriesen: mach’ nun dies Schauspiel zum Probirstein deines Wahns! Werde inne, daß aller Gottesglaube eitel sey und auf Nichts gestellt. Wo findest du die Quelle der ewigen Liebe, die auf’s Erhalten geht? Wo ist die Wage der Gerechtigkeit? Wo ist die Hand, die sie hält mit unveränderlicher Unparteilichkeit? Sage dich los von deinem Aberglauben; denn was du Gott und Vorsehung nennst, ist nichts als entweder der erwärmende, heilbringende Sonnenstrahl, oder der zerschmetternde Blitz des Zufalls; wenn du aber die Natur beobachtest, so wirst du finden, daß Zerstörung vorzugsweise ihr Wesen ist und Niederreißen ihre Stärke.

So spricht der Apostel des modernen Materialismus, und so jeder Thor, der seine Irrthümer in das Reich des Glaubens trägt und mit dem Maßstabe seines Evangeliums, das der eigenen Mutter die Existenz abspricht, göttliche Dinge messend, sie in das Thierische hinabzuziehen trachtet. Ihm, in dessen Gehirn der Strahl der Wahrheit sich in soviel Farben getrennt und verfinstert hat, daß ihm sein menschliches Daseyn unkenntlich wurde, ist das geistige Leben zum Schemen einer Scheinwelt herabgesunken; er spricht sich eine unsterbliche Seele ab und verdammt sich selbst, ein bloß sterbliches Leben zu führen. Die Menschenseele ist, nach seiner Meinung, nur eine Sinnenthätigkeit phosphorescirender Nervenfäden, ein triviales Würfelspiel mit den Atomen einer Elementarwelt, ein lächerlicher Larventanz höherer Scheinkräfte in Thierverkleidung. Er müht sich ab, die Menschen auf die unterste Stufe organischer Geschöpfe hinabzuführen, indem er uns glauben machen will, die Menschheit offenbare in ihren herrlichsten und erhabensten Erscheinungen, in einem Christus, Confuzius und Moses, in einem Socrates und Plato, in einem Homer, Dante und Milton, in einem Euripides und Shakespeare, in einem -Schiller und Göthe, in einem Baco, Newton und Humboldt nichts mehr und nichts weniger als ein kindisches Spiel chemischer Kräfte! – Wohl könnte man den modernen Materialismus ruhig denselben Weg gehen lassen, den alle ähnliche Ausgeburten menschlichen Dünkels und Wahnwitzes seit Jahrtausenden gegangen sind: den Weg alles Nichtigen zur Vergessenheit; – wenn nur nicht gerade unsere überspannte Zeit und unsere nervenschwache Gesellschaft dazu angethan