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Waffenrock die Lebensgeister des Hauses Osman aus dem Todesschlafe wecken, und aus einem Land und Leute verschlingenden, nach Blut und Beute dürstenden Volk eine gewerbfleißige, von gesetzlichem Sinn durchdrungene, wohlgeordnete und wohlverwaltete Nation bilden? Nimmermehr! Was die Friedensmacher an der Seine im Namen ihrer Herren als die Absicht derselben der Welt kund gegeben haben, die Restauration des Türkenreichs durch die westliche Civilisation, das könnte Gott selbst nicht zu Wege bringen. Der Fanatismus Mohammeds allein war der Spiritus des türkischen Lebens; – er ist verflogen, das letzte Auflodern desselben hat der Krieg gelöscht. Nur das Phlegma ist geblieben. Was Europa dem Türken, dem nun guten Bruder der christlichen Könige, geben kann, Eisenbahnen für westindische Güter und Heere, Kanäle für westindische Flotten, die Doktrinen einer raffinirten Finanz und Polizei, die Recepte für die Erforschung der verborgensten „Steuerkräfte“ des Landes bis hinunter zu der verhungernden, armen, alten Spinnerin, das Privilegium, mehr auszugeben als einzunehmen und unter solidarischer Haft der Unterthanen Schulden zu machen, – diese rettenden Geister des Abendlandes werden die Integrität des Orients nicht retten. Doch darauf ist’s wohl auch nicht abgesehen. Der Adler und der Leopard, der Hahn und der Bär wären wohl nicht einig geworden, hätten sie sich nicht vorher in’s Geheim zur Schlachtschüssel eingeladen. Die Kuratelschaft ist nur für Diejenigen eine Mystifikation, welche zwar nicht mitspeisen, aber doch zuschauen und sich den Mund wischen sollen.

Inzwischen wollen wir uns das Herz nicht schwer machen mit bösen Träumen von der Zukunft. Wir wollen uns freuen Dessen, was uns gleichsam im Schlafe in den Schooß fiel. Ohne Schwertstreich sieht Deutschland seine Donau offen, offen den Pontus und Kleinasien, offen die große Tartarei. Die Berliner können ihre Shawls und die Cottbuser ihre Tücher, die Erzgebirger ihre Spitzen und Geigen auf der neueröffneten alten Kameelstraße sicher bis in die Mongolei und in’s Reich der Mitte schicken und die Hamburger den Kaviar direkt vom Caspisee beziehen, unsere Börsenfürsten können ihre Pioniere, ihre Agenten und Faiseurs nach Bukarest und Stambul, Teheran und Kabul schicken, um die goldenen Vließe unserer Zeit – die Koncessionen zu Kredit-Banken und Eisenbahnen – zu holen, die chinesischen Missionen an der Fulda und an der Spree sehen florirenden Zuständen entgegen und unsere Staatslenker freuen sich der Juwelen und Schätze, welche für die Kunst, Völker zu beglücken, im nun aufgeschlossenen Orient noch verborgen liegen: kurz, der Friede wird Vielen Vortheil und Freude bringen, am meisten aber den beschnittenen und unbeschnittenen Fürsten des Geldes, den Eisenbahnkönigen, den Bankdirektoren und jenen Fanatikern der Ruhe, welche sich zu Tische setzen und essen und trinken und begraben werden und fröhliche Erben hinterlassen. Selbst das Proletariat kann damit zufrieden seyn; denn für dasselbe wird die Gefahr, an Diätfehlern zu sterben, nicht größer werden, als früher, und die Luft wird auch noch unbesteuert bleiben. Wenn aber dem hellen Sonnenschein Gewitter folgen und den Friedensfesttagen die Bußtage, und dem Fortschreiten auf dem Wege aufwärts