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zeichnen, bald ernsten, bald anmuthigen Styls, wie die Werke dorischer und ionischer Kunst. Dann und wann flammen und leuchten die beeiseten Gipfel im goldigen Morgenlicht wie Kandelaber der Götter. Bengalisches Feuer scheint auf den Firnen angezündet, die Berge athmen, die rosigen Nebel strömen aus ihrem Munde und flattern über die Straße dem Meere zu, wo sie im Aether sich auflösen oder ihren Schleier hinabsenken, um des Ozeans Angesicht zu verhüllen. Selig Der, welcher einen solchen Sommer-Reisetag erlebt: er löscht nie aus seinem Gedächtniß.

Bei Mertola, einem Flecken am Wege von Nizza nach Genua, ist eine der entzückendsten Aussichten der ganzen Route, und durch ihre sehr treue Darstellung haben sich Zeichner wie Stecher Lob verdient. Von einem weit in’s Meer ausbiegenden Kap übersieht man auf diesem Punkte eine weite Strecke der Küste mit ihren Aus- und Einbiegungen, und eine Fülle von Contouren der anmuthigsten Landschaften. Auf einigen Höhen stehen Schlösser und Klöster, auf andern Ruinen aus alten und mittleren Zeiten, die den Gedanken aufstacheln und an den Gang des Schicksals in diesen geschichtlich so reichen Gegenden erinnern. Die Straße naht mehreren Stellen, wo Tempel und Triumphbögen gestanden. Man sieht da und dort Substruktionen aus dem Boden ragen; man sieht einen römischen Thurm, oder das Fragment einer Säule, oder eines Architravs, umgeben von der ernsten Ruhe und dem majestätischen Schweigen der Natur, oder umrankt von Schlinggewächsen, deren Blüthenbüschel die Lüfte würzen. – Unfern von Mertola sind tiefe Grotten in das Felsgestade gegraben, in welchen man antike Gräber vorfand, vielleicht die Necropolis einer alten Stadt, von der, in den Wogen der Zeit, selbst der Name verschollen ist.