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um Forum, Theater und Rennbahn, Mannichfaltigkeit war, wie in der Natur, das selbstgeschriebene Gesetz für den Bauherrn, man dachte nicht daran, eine Stadt gewaltsam in eine vorgeschriebene Form zu drücken, wie man einen Klumpen Lehm zur Ziegel auspreßt, oder der Polizei, Gott sey’s geklagt! das alleinige Münz- und Stempelrecht zu verleihen, um mit ihrem Bilde die Wohnungen der Menschen auszuprägen und in Kurs zu setzen, sey das Bild auch noch so dumm, naturwidrig und häßlich. Wo ist Etwas vollkommen auf Erden ohne Mannichfaltigkeit? herrscht nicht Freiheit im unendlichen All? Boden und Himmel, Luft und Klima deuten den Städten die passende Form an, und in Harmonie mit jenen Vorbedingungen lasse man den Menschen seine Wohnungen sich bauen ohne Zwang. Wenn Jeder nach seinem Bedürfniß und nach seinem Wohlgefallen bauen dürfte, so würde, wie in der Natur selber das Vielgestaltige zu malerischen Gruppen sich vereinigt, selbst das, was einzeln ärmlich und unschön erschiene, gruppirt, ein Zubehör des Anmuthigen werden.

Weston, nur etwa zwei Stunden vom Fort Leavensworth an der Grenze des Indianergebiets entfernt, ist eine der frequentesten Dampfbootstationen am Missouri, wo die Karavanen nach Oregon und Kalifornien die Wasserstraße verlassen und sich für die lange und beschwerliche Landreise über die Felsengebirge rüsten. Dadurch erhält der Ort einen lebhaften und gewinnbringenden Verkehr. Weston wächst schnell zu einer ansehnlichen und wohlhabenden Stadt auf, welche die Rolle eines Centralpunkts der westlichen Ansiedelungen des Staates Missouri spielt. Die Gegend umher ist dicht kolonisirt und äußerst fruchtbar. Der Missouri bildet an der Stadt eine kleine und tiefe Bucht, wo die großen Dampfer dicht am Kay bequem und sicher ankern und entlöschen oder laden können.

Die Bevölkerung ist eine bunte Mischung aus allerlei Herkunft, vorwiegend aber aus deutschen und anglo-amerikanischen Elementen. Die verschiedensten christlichen Konfessionen leben hier in Frieden und Eintracht zusammen. Jede hat ihre Kirche, oder ihren Betsaal, und das Bekehrungswerk unter den Indianern betreiben Katholiken und Protestanten mit gleicher Beharrlichkeit ohne Eifersucht, während mehre Vereine sich mit der Verbesserung der zeitlichen Interessen der rothhäutigen alten Herren des Landes beschäftigen. Diesen menschenfreundlichen Bemühungen ist es gelungen, die meisten der anwohnenden Indianerstämme dem wüsten Gewerbe des Kriegs und der Jagd zu entfremden, sie durch den Ackerbau aus Nomaden in feste Ansiedler umzuwandeln, und die Segnungen des Unterrichts unter sie zu verbreiten. Im vorigen Jahre bestanden unter der Leitung der philanthropischen Gesellschaften zu Weston schon über 60 Indianerschulen, und abermals hat es sich als eine erfreuliche Thatsache herausgestellt, wie irrig der Glaube ist, die Indianer seyen nur ausnahmsweise und in einzelnen Individuen, niemals aber in Masse, der Gesittung zugänglich zu machen. Im Nebraska-Territorium genießen sie bereits bürgerliche Rechte, und es ist nicht zu zweifeln, daß diese civilisirten Indianerstämme, sobald jenes Gebiet zum Staat gereift ist, ein bleibendes ehrenhaftes Element der Bevölkerung ausmachen werden, dessen Geltung in den Wogen der Zeit nicht so bald untergeht.