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diesmal mit der Ehre, zwischen den Großmächten gesessen zu haben, davon gekommen; gleichwohl mag seine Theilnahme am Krieg eine Regelung der italienischen Angelegenheiten näher gerückt haben. – Rußland zieht sichtlich seine alten Pläne auf Europa’s Süden und Westen zurück und strebt mit voller Wucht nach Asien vor, um dort seinem bittersten Feind, England, unmittelbar an die Achillesferse zu kommen. – England und Frankreich ziehen betroffen die Hände leise aus einander; die See-Interessen des offenen Orients lassen sich nicht halbiren, es focht jeder für das Ganze, und England pocht hörbar und gegen alle neuparagraphirte Friedensordnung auf sein Monopol im schwarzen Meer. – Die Türkei durchzuckt das Wechselfieber der Politik und des Glaubens in allen Gliedern; ihre Krankheit heilt nur die Zeit. – Oesterreich aber, das zwar am Krieg keinen blutigen Antheil nahm, aber dadurch, daß es bewaffnete Fronte machte gegen Rußland und die Donaufürstenthümer durch starke Besetzung vom Kriegsterrain ausschloß, so wie durch seine rastlosen Vermittelungsvorschläge dem Kriege eine andere Wendung und dem Frieden die anerkannte Richtung und Form gab, hat offenbar von allen Staaten Europa’s aus dieser Urne das beste Loos gezogen. Es ist Herr geworden der ganzen Donau, Herr geworden aller Landwege in die Türkei und rüstet sich mit eben so viel Klugheit als Energie, um den Seeweg sich frei und offen zu erhalten. Schon jetzt steht sein Triest von allen Seehäfen des Mittelmeeres nur Marseille nach, strömen aber einst die Wogen des Mittel- und des rothen Meeres zusammen, so wird Triest, mit den unermeßlichen Reichthümern der Natur und der Industrie Oesterreichs und Deutschlands hinter sich, die erste See- und Handelsstadt im Süden Europa’s, das Seethor nach dem Orient, und es darf dann dankbar die Trümmer von Sebastopol mit einem Strauß seiner Blüthen schmücken, denn der Same der Blume „Menschenglück“, die hier für Tausende vernichtet wurde, ging dort auf für Millionen.

Sebastopol war. Von 40,000 Bewohnern zählt es, nachdem Alles dahin ist, was Waffen trug, Mauern wie Menschen, kaum noch 4000, die zwischen den Schutthaufen der Paläste ihre Wohnstätten aufrichteten. Unser Bild gibt uns die volle Ansicht der Südseite der Stadt und läßt im Hintergrunde die Felsenthore zur Bucht von Balaklawa erkennen, das in diesem Krieg eine wichtige Rolle spielte und das schon Homer preist als einen „trefflichen Port,“

  – – von welchem der Felsen
Rings umher aufstarrend an jeglicher Seite emporsteigt,
Aber die vorgestreckten Geklüfte sich gegeneinander
Vornhin drehn an der Mündung – ein enggeschlossener Eingang; –
– – nie stieg eine Well’ in dem Innern,
Weder groß noch klein. Rings schimmert heitres Gewässer etc.