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inneren Auges, und von dieser hängt die Wahl seines Ziels und seine Strebekraft ab nach jenen Höhen der Menschheit, wohin dem Zufall der Geburt der Schlüssel nicht zur Verwahrung übergeben ist. Aber auch das Schicksal hält ihn fest und theilt ihn nur Wenigen aus –

weil es von Gott so scheint bestimmt,
Daß zu den ungemess’nen Höhen
Des Geisterreichs nicht Jeder klimmt,
Ja, Millionen nie sie sehen!

Wer aber steigt mit festem Schritt
Und nimmt – sonst ist der Gang vergebens! –
Zur Höh’ die rechten Augen mit,
Der siehet klar den Strom des Lebens:
Der sieht, was in dem Thal verschlammt
Zu Sumpf und Nebel scheint verdammt,
Frei von des Wahns und Truges Netzen,
Gelenkt von ewigen Gesetzen.

Den wärmt mit ächter Liebe Gluth
Der Wahrheit Stern: ihm kann’s gelingen,
Dem armen Volke Hoffnungsmuth
Mit einem alten Stab zu bringen:

So lang’ nur bleibt der Arme blind,
Der schönen Erde ärmstes Kind,
Bis Die da sehen, besser sind.
Sprich nicht: das ist uralte Spreu!
Die Wahrheit ist nicht immer neu!
Sie ist nie glänzend, selten heiter;
Nicht spottend deut’ auf sie hinab:
Die Wahrheit ist der alte Stab,
Dem Müden hilft der ält’ste weiter.