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Dahinter steigt, einer Domkuppel ähnlich, der Cukernüll (Cornella) empor und senkt den Fuß hinunter bis zum Rhein. Auf ihn legt sich, wie zur Ruhe ausgestreckt , das spitze Mittagshorn. Hinter diesem glänzt aus sechsstündiger Entfernung der Rheinwaldgletscher hervor und zwischen beide stemmt das Spitzhorn von der andern Seite des Rheins den Fuß. Uns gegenüber dehnen sich das Stozalpenhorn und der mächtige Kalkberg, zu deren Füßen sich das rege Berg- und Postdorf Splügen schmiegt. Von da sehen wir nach Westen den alten Weg und die neue Straße zum Bernhardin ausgehen, während auch nach Osten die alte Straße in’s Schamserthal oberhalb der neuen Straße nach Chur ihre besondere Richtung einschlägt. Alle diese Berge sind bis zum Gürtel bewaldet, auf den Schultern und Häuptern mit Schnee und Gletschereis bedeckt. Dort drüben, wo die alte Schamserstraße in den Wald einbiegt, liegen die Trümmer eines alten Schlosses: das ist die erste Ritterburg des Rheinstroms! Rechts, diesseits des Rheins, blicken wir auf die Felskolosse der Rofflenstraße. Weiter geht unser Rundblick nicht, aber wir werden auf dieser Straße weiter gehen, werden dem Rhein folgen auf seinem gewagten Gang über die hundert Stürze bei den Rofflen, uns mit ihm freuen im lachenden Schamserthal, und noch einmal wird es uns eiskalt durchschauern vor seinem furchtbaren Schicksal im unergründlichen Felsenspalt der Viamala und vor seinem Racheschnauben im verlorenen Loch. Aber nicht heute, sondern ein andermal.