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unsere industrielle Abhängigkeit von England und Belgien bezahlt werden müsse, er zeigte nicht bloß mit dem Finger des Sehers auf den enormen Eisenbedarf hin, der in nächster Zukunft für Deutschland eintreten müsse, sondern er hatte den Muth für Tausende, selbst mit der That voran zu gehen. Wie er der Erste war, der den Eisenbahnbau im Vaterlande aus dem engen Kreise der Lokalzwecke und der Verbindung von nahe zusammenliegenden Großstädten auf das weite Gebiet des Welthandels zu ziehen suchte durch seinen Plan einer hanseatisch-süddeutschen Centraleisenbahn, der Erste, welcher Anerkennung erkämpfte für einen das gesammte Eisenbahnwesen leitenden großen Gedanken, den Gedanken, welcher die Interessen der Nation, der Einzelstaaten und des Weltverkehrs versöhnend, weise und wohlthätig zusammenknüpfen und doch zugleich über alle diese Interessen Herrschaft üben sollte zum gemeinsamen Vortheil, – ebenso war er der Erste, der den für die deutschen Verhältnisse vielleicht allzukühnen Plan entwarf, mit der Gesammtkraft das größte gemeinsame Unternehmen des Gesammtvaterlandes in Deutschlands Mitte zu gründen, das den Verbrauch aller mitteldeutschen Eisenbahnen an Schienen, Maschinen und sonstigem Eisenbedarf zu decken im Stande sei. Die für Freiheit, Glück und Ehre der deutschen Nation glühende Seele des an geistigem Reichthum unerschöpflichen Mannes hat gerade in jenen Tagen, wo die Geister der Bergestiefen ihn zum Tisch, zum Pult, zum Lager begleiteten, in diesem Werke, im zehnten Bande des Universums, geschwelgt und gebebt im Schauen, Schildern, Bewundern und Beklagen jenes Vorbildes seiner industriellen Unternehmungen, das es leider sein sollte auch für das Ende seines eigenen Wirkens und die Zukunft seiner Saat: Cockerill und Seraing! Es ist nicht möglich, das, was Joseph Meyer im Jahre 1843, dem Keimjahre seiner größten Hoffnungen, über John Cockerill und dessen Schicksal schrieb, jetzt zu lesen, ohne tief ergriffen zu werden von dem tragischen Verhängniß, das sich an die Fersen solcher Männer heftete! – John Cockerill, Friedrich List und Joseph Meyer sind eine Trias der Neuzeit, die eine gemeinsame Ehrensäule verdiente mit der Inschrift:

Helden mit des Geistes Waffen, Feldherrn auf der Arbeit Plan,
Neu die Zeit dem Volk zu schaffen, zogt Ihr eine Dornenbahn!
Fahnenträger zu dem Siege, den der Geist der Zeit erstrebt,
Seid gefallen Ihr im Kriege, Keiner hat den Sieg erlebt!
Sorgenschaaren Eure Garden, Schweiß der Arbeit Euer Glanz,
Und gebrochner Herzen Scharten überdeckt der Ehrenkranz!
Aber würdig Euren Mühen wuchert’s auf der Arbeit Boden:
Mag die Saat für Andre blühen, Euch nur ehrt die Frucht, Ihr Todten!