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und Fruchtbäumen, – umher die weite grüne Fläche, Fruchtgärten, Maisfelder, Wald – von Osten bis Nordwesten die Gipfel der Vulkane Acsusco, Las Pilas, Orota, Telica, Santa Clara und Viejo, an ihren Seiten von unten hinauf durch den in ihren Schluchten auslaufenden Wald, von oben herab durch alte Lavaströme streifig schattirt, – im Süden die waldigen Hügel der Küste, – und im Südwesten, bei klarem Horizonte, ein ferner Schimmer des stillen Meeres. – Ich habe schon erwähnt, daß ein großer Theil der Stadt aus der Zeit der Bürgerkriege, welche auf die Losreißung des Landes von der spanischen Herrschaft folgten, noch jetzt in Ruinen liegt. Leon ist damals der Schauplatz eines der hartnäckigsten und langwierigsten Kämpfe gewesen, welche in der Geschichte der Revolutionen vorgekommen. Straße gegen Straße, Haus gegen Haus haben die beiden Parteien der Liberalen und Servilen einen wahren Vernichtungskampf geführt. In einer einzigen Nacht sind tausend Häuser niedergebrannt worden. Geht man jetzt durch manche Straßen, wo die Zerstörung am stärksten gewüthet hat, so glaubt man kaum, sich in der neuen Welt zu befinden. Cactus und Agaven auf Trümmerhaufen, und Palmen, die sich über alte Mauern erheben, versetzen die Phantasie an irgend einen Punkt Südeuropa’s, Nordafrika’s oder der Levante, an welchem die Weltgeschichte verheerend vorübergegangen, und nur, wenn man wahrnimmt, daß die Ruinen nicht aus Stein, sondern aus Adobos (an der Luft getrockneten Lehmquadern) – einem leicht zerstörbaren Material – bestehen, verschwindet die Vorstellung eines ehrwürdigen Alters, und aus den vermeintlichen Monumenten werden niedergeschossene Lehmhäuser. – Das jetzige Leon wurde, an der Seite der alten indianischen Hauptstadt Subtiaba, welche noch jetzt als Vorstadt eine abgesonderte Gemeinde bildet, erst 1610 erbaut. Hernandez de Cordova, der Eroberer von Nicaragua, hatte im Jahre 1523 seine Hauptstadt Leon de Nagrando an der westlichen Spitze des Sees von Managua, am Fuße des Acsusco, gegründet, an einer Stelle Namens Ymbita, wonach noch jetzt die westliche Bucht des Sees die Bai von Moabita genannt wird. Die Bewohner scheinen durch die benachbarten Vulkane, wahrscheinlich durch den Momotombo, viel haben leiden zu müssen und dadurch endlich gezwungen worden zu sein, jenen Ort aufzugeben, worauf Leon an seiner jetzigen Stelle erbaut wurde. Hier traf die Stadt im Jahre 1685 ein anderes Unglück. Sie wurde von den Flibustiern unter Dampier überfallen, geplündert und zum Theil niedergebrannt. Nach einer Zählung vom Jahre 1847 hatte Leon mit Subtiaba 30,000 Einwohner.

So weit Fröbel. Leon zählte zur Zeit der spanischen Herrschaft gegen 60,000 Seelen, aber welche! Nach dem Paschaleben, das die Großen des Landes hier führten, hieß die Landschaft damals: „Das Paradies des Mohammed!“ Noch heute ist die indianische Bevölkerung in der Ebene von Leon die beste des ganzen Landes. Die Städte der Eingebornen, sagt derselbe Correspondent der Allg. Ztg., dem wir die Einleitungsworte zu diesem Artikel entlehnt haben, waren zwar nicht so groß und prächtig, wie in den Reichen der Quichen und Azteken, ihre Bewohner