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Die Geburtsstätte des Heilandes.




Flimmert’s im Thale vom Gold der grüßenden Sonne? Zu Füßen
     Meinem erhebenden Berg prangen die Auen im Schmuck.
Ueber die Wälder empor erhob sich der strahlende Morgen,
     Ueber den Fluren des Thals schwebet die segnende Hand.
Siehe, zum Lobe des Herrn erwachten die Lande im Festschmuck,
     Sonntagfestlich begrüßt Himmel und Erde mein Aug’.

Sonntagmorgen, warum erfüllst du mit heiliger Weihe
     Jedem das Innere, der treu sich zum Kreuze bekennt?
Sind es die Glocken des Thals und die schallenden Kirchen der Berge?
     Weckt erst mahnend ihr Ruf in Dir den feiernden Ernst?
Blick in des Urwalds Nacht im entferntesten Westen des Glaubens,
     Wo die Verlassenheit nur Leben und Lieben umringt:
Rauschende Wipfel allein verkünden den nahenden Morgen,
     Aber die Feier des Herrn schmückt auch dem Farmer das Haus,
Schmücket das Weib und die Kinder am Leibe und schmückt sie im Herzen,
     Ferne von Glocke und Klang weiht sie das stille Gebet.
Sind es die ragenden Dome und Thürme der Pracht, die emporziehn?
     Glaubensfeier, wie wär’ deine Gemeinde so klein!
Oder erhebt nur die Kunst begeisterungsselig die Sinne?
     Schimmert der Glorienstrahl uns durch das Aug’ in die Brust?
Schwebt auf den Flügeln des Sangs, auf den schwellenden Tönen der Orgel,
     Auf der Harmonie Wogen die Feier in’s Herz?