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Blick in die Wüste, es geht durch die Meere des Sandes der Sonntag,
     Blick auf die Puszta, Du siehst betende Hirten dort stehn!
Blick auf die Wellen der See, der Sonntag weihet die Segel
     Jeglichem Schiffe in dem Dome von Himmel und Meer.
Ist es des Predigers Kunst, die gewaltigen Wortes den Tag preist?
     Tausende feiern daheim, beten im Kämmerlein still.
Ist’s nicht das Glockengetön, der ragende Dom nicht, die Kunst nicht,
     Die an dem Tage des Herrn Feier gebietet dem Fest, –
Sprich, was ist es? Was hält mit der Hand unendlicher Allmacht
     Segnend empor das Kreuz über die betende Welt?

Siehe, das ist der Gedanke, dem Geiste gegeben durch Christus:
     Daß ein ewiger Gott Himmel und Erde regiert!
Daß Millionen der Menschen sich fühlen in Einer Gemeinschaft,
     Welche die Erde umfaßt: ihrer Gemeinschaft in Gott!
Freie Bürger im Reiche des göttlichen Sohnes auf Erden,
     Glücklich der Seligkeit hier ihrer Vereinigung dort,
Denn es erhebet das Herz der Glaube zum liebenden Vater,
     Daß für den Himmel geweiht werde das hoffende Kind!
Das ist die Hand von unendlicher Macht: der Gedanke von Christus!
     Er hält segnend das Kreuz über die betende Welt!

Klang und Gesang und Gebet umströmet die Erde, ein Weltstrom!
     Kennst Du die Quelle des Stroms? – Folge! – Wir stehen davor.

Dort liegt Davids Stadt, aufsteigend am Fels. Und zur Rechten,
     Von Terebinthen umsäumt, grünet das Feld des Gesangs:
Wo aus dem Munde der Engel den Hirten verkündet das Heil ward,
     Wölbt auch der Himmel sich noch, den einst bestrahlte der Stern.
Laß uns die Stadt durchschreiten. – Wir stehn am lateinischen Kloster.
     Poche nur! – Prior, wo geht nieder zur Grotte der Pfad?