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Menschen ein menschliches Bild der göttlichen Liebe und Weisheit
     Predigte Christus den Muth gegen den irdischen Tod.
Samen der Helden im Geist ausstreuend erhob er die Menschheit,
     Endlich „durch Wahrheit frei“, zu der Verwandtschaft mit Gott.
Sieh, wie geweihet das Leben fortan den gestaltenden Trieb regt!
     Wie die Gesittung im Staat schafft mit gewaltiger Hand!
Sich, wie die Willkür stürzt und das Recht mit dem Schwert sich umgürtet!
     Und am Familienbaum blühet der Segen des Volks!
Sieh, wie den Kindern zu Liebe im alternden Herzen der Glaube
     Immer von Neuem ergrünt, labend und stützend zugleich!
Wo nur der Tod und die Nacht gestanden am Thore des Lebens,
     Reiht, der Verherrlichung froh, Leben an Leben sich an,
Strahlt das verklärende Licht auf der Sterbenden letzte Gemeinschaft,
     Daß sie, zum Leben in Gott weihend, auf ewig verklärt.

Aber, wie Christus einst, ward auch sein Glaube gekreuzigt.
     Durch wie viel Blut, wie viel Koth zerrten und schleiften sie ihn!
In der Versuchung Nacht umarmten einst Tücke und Wahn sich.
     Zähle die Opfer, die all’ ihre Umarmung verschlang!
Wahn und Tücke erzeugten des Hochmuths Schwester, die Herrschgier,
     Die mit der Habgier bald schloß den unseligen Bund.
Nimm der Geschichte besudeltste Blätter, die Fahnen des Kreuzеs
     Liegen darauf, und das Kreuz ziert des Verbrechers Gebein!
Weil es der Tücke gelang, den Geist in die Form zu versperren,
     Wirft anbetend der Wahn sich in den Staub vor der Form,
Stellt mit dem Schwert sich davor und mit Feuer und Galgen, wenn furchtlos
     Schlägt an des Geistes Verließ eine gewappnete Faust.
Wie viel Opfer verschlingt die Flamme! Wie würgen die Kerker!
     Ja, hohnlachend ersinnt Marter auf Marter der Wahn!