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Wie konnte aber unser Bild uns zu den „alten mæren“ führen und zu Rüdiger von Bechlaren? Der Anblick dieser Felsenburg in der Mondnacht könnte schon an sich an die Mondscheinhelle unserer Sagenwelt und die Felsenfestigkeit ihrer Heldengestalten gemahnen, wenn auch nicht des edlen Rüdigers Nachkommen die Herren dieses Schlosses wären. Nach dem alten Stammhause an der Donau Alt-Bechlarn oder Pöchlarn nannte ein Grafengeschlecht sich Pecklarn, später Pöcklar und seit 1500 Pückler. Es zerfiel in die lausitzer und die fränkische Linie. Letztere, jetzt Pückler-Limpurg, besitzt außer Burg-Farnbach etc. auch Schloß Brunn, das, wohl erhalten, eine Zierde des an romantischen Reizen reichen Thales der Altmühl in Bayern ist.




St. Charles am Missouri.




Jede Jugend hat ihren Reiz; auch eine junge Stadt zieht uns an, besonders wenn sie uns ein so heiteres, freundliches Bild zeigt, wie St. Charles. Hoch und gesund liegt die Stadt am mächtigen Missouri unweit seiner Mündung in den Missisippi. Aber auch höchst vortheilhaft ist die Lage von St. Charles. Der Boden der Umgegend und der ganzen Grafschaft, deren Gerichtssitz es ist, gilt als der fruchtbarste weit und breit; alle Farmen sind trefflich kultivirt und bauen den vorzüglichsten Weizen; die Steinbrüche und Steinkohlenlager, so unerschöpflich wie die Wälder voll des besten Nutzholzes, bieten der Industrie und der Baulust lockende Hülfsmittel; endlich schreitet auch die Einwanderung, vorzugsweise eine deutsche, glücklich vorwärts. Bei einem Zusammentreffen so günstiger Umstände ist schon jetzt vorauszusehen, daß St. Charles sich in kurzer Zeit zu einem blühenden und mächtigen Platze emporschwingen wird. Gegenwärtig mag die Bevölkerung 3000 betragen. – Bei einer Anzahl von Abdrücken ist die unrichtige Unterschrift „am Missisippi“ unbemerkt geblieben; die betreffenden Leser mögen dies Versehen entschuldigen.