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Paris.




Die Unruhe in der europäischen Staatenuhr, das Herz Europa’s, die Wiege der Revolutionen, die Stadt des Vorausgehens im ewigen Wandel, die Beherrscherin der Mode und feinen Sitte, die Stadt der Städte – dies Alles und noch mehr ist Paris schon genannt worden und zum Theil sogar gewesen. Gegenwärtig ist es die Haupt- und Residenzstadt des Kaiserthums Frankreich. –

Bedeutende Länder und Städte wollen studirt sein wie bedeutende Menschen und Bücher. Leute, denen es Ernst mit diesem Studium ist, beginnen kursorisch: sie durchfliegen, mit der Karte vor den Augen, das Land und seine Geschichte, sie überblicken von einem hohen Punkte aus die Stadt, den Plan derselben in der Hand, sie erforschen äußere Stellung, Physiognomie und Lebenslauf des Menschen, sie durchblättern das Buch, dies Alles, um sich zum statarischen Studium vorzubereiten. Erst dieses führt, nachdem die Ueberschau des Ganzen gewonnen ist, zur Erkenntniß des Einzelnen. Durch das Zusammenfassen des Einzelnen zum Gesammtbilde dringen wir zum Wissen des Inhalts vor, und die Vergleichung des Inhalts mit seiner Bestimmung erhebt uns auf den Standpunkt des Urtheilens: ob das Buch seinen Zweck erreicht, ob des Menschen Anlage und Ausbildung seinem Beruf entspricht, ob die Stadt ihrer Stellung im Lande gerecht wird, und ob das Land seine Mission auf der Erde erfüllt.

Die Leser dieses Werkes haben, Paris gegenüber, das kursorische Studium längst hinter sich und das statarische fast vollendet, soweit dies mit Hülfe eines Buchs möglich ist, daß seine Bilder mit nur wenigen Textesblättern begleiten kann und seine Kolumnen am wenigsten zur bloßen Beschreibung des bildlich Dargestellten verwenden soll. Die Stahlstiche und Artikel, welche der französischen Weltstadt und deren mit ihrem Wesen verwachsenen Umgebung gewidmet sind, würden, vereinigt, allein neun Hefte des Universums ausfüllen. Durch dieselben