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selbst predigen, als südliche Methodisten, für die Sklaverei! – Unser Bild führt uns in die Mitte der Stadt vor das Gerichtshaus, und die Staffage mit den reitenden Ladies und den Fuhrwerken aller Art läßt einen Blick zu in das Straßenleben dieser äußersten Station der Völkerwanderung unserer Tage.




Schloß Amboise an der Loire.




„Haeretico non est servanda fides“,„einem Ketzer braucht man nicht Wort zu halten“, diese jedes Christen, jedes Mannes, jedes Menschen unwürdige Lehre aus einer finsteren Zeit, die ihre langen Schatten noch in die Gegenwart wirft, würde, über dem Portale dieses Schlosses eingehauen, das beste Motto seiner Geschichte bilden, wie umgekehrt, aus dieser Geschichte sich abermals und zum tausendsten Male als eine Passionsblume der Menschheit die alte Lehre erhoben hat: daß nur Liebe und Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Treue im Staate wie in der Kirche Dauerndes schaffen, und daß die Werke der Selbstsucht, Herrschgier, Lüge und List – geschieht’s nicht im Leben, doch unabwendbar in der Geschichte! – ihren Pflegern zum Grab und zum Denkmal zugleich werden.

Amboise liegt zwischen Tours und Blois, am linken Ufer der Loire. Ein römisches Castrum gab Veranlassung zum allmähligen Aufbau von Schloß und Stadt. Letztere ist ein altväterisches, düsteres, unsauberes Nest, hat aber unter ihren 6000 Einwohnern viele fleißige, rührige Leute. Die Fabrikation von Stahlwaaren allein beschäftigt über 2000 derselben. Diese Stahlwaarenfabrikation scheint, wie die steierische Sensen-, Scheeren- und Messerfabrikation nach England, auch nach Amboise aus Deutschland eingeführt worden zu sein. Noch heute heißen die feineren Sorten der hiesigen Feilen, von denen jährlich gegen 60,000 Dutzend geliefert werden, nürnberger oder englische, die ordinären Packfeilen, deren man über 20,000 Dutzend anfertigt, deutsche. Im Ganzen verarbeitet man hier jährlich ungefähr 4000 Centner Stahl. Die einst so berühmten Flintensteine von Amboise haben aufgehört zu regieren.

Die Geschichte von Amboise knüpft sich an das Schloß, das der Hauptgegenstand unseres Bildes ist. Es gehört zu den prächtigsten Denkmälern mittelalterlicher Baukunst in Frankreich und gewährt einen ebenso malerischen Anblick zu den Füßen der Felsen, auf welchen sein uralter Mauergrund sich erhebt, als es von seinen