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Kansas.




Den Namen Kansas trug früher nur ein Indianerstamm und ein Fluß, der ein plattes Gebiet des großen nordamerikanischen Prairielandes zwischen dem Felsengebirg und dem Missouri durchströmt, in welchen ermündet. Später bezeichnete dieser Name auch ein Unions-Territorium, aus welchem die Politik des Präsidenten Buchanan einen neuen Sklavenstaat bilden will, und einen der jüngsten Orte am Fluß und im Staate.

Kansas und die Sklavereifrage sind dermalen wie zu einem Begriffe verschmolzen; es ist nicht möglich, über das Eine zu verhandeln, ohne eine starke Berührung des Anderen. Versuchen wir denn eine Darlegung dieser nicht bloß die Union, sondern bei dem innigen Zusammenhang der Interessen aller Kulturvölker die ganze gebildete Welt erregenden Angelegenheit, natürlich so gedrängt, als unsere Raumverhältnisse es uns gebieten. Wollen wir aber unseren Gegenstand mit ruhigem Blicke betrachten, so müssen wir einen Standpunkt einnehmen hoch genug, um ebenso ungerührt zu bleiben von philanthropischer Sentimentalität, als unbefangen vor den imponirsüchtigen Kapitalzahlen einer alleinherrschenden Bodenindustrie und des weltbeherrschenden Handels.

Sklaverei und Sklavenhandel, Leibeigenschaft und Knechtschaft sind so alt wie die Menschheit. Sie hatten ihre Berechtigung so lange und so weit, als sie mit den herrschenden Begriffen der Zeit und der Nationen im Einklang standen. Es ist nichts lächerlicher, als Hebräern, Griechen, Römern, als den gebildetsten Völkern des Alterthums, von einem heutigen christlich-germanischen Standpunkt aus das Institut der Sklaverei zum Vorwurfe zu machen. Sie wie ihre Nachbarvölker und die zahlreichen Stämme der Germanen zogen die Regeln ihres Staats- und Privatlebens, so streng wie die ihres Kultus, nach eng begrenzten rein nationalen Anschauungen: lange Zeit äußerte sich der Hauptzug der Völker nach Außen nur im Kriege, und der Gefangene war der Freiheit unwürdig, er wurde Eigenthum des Siegers, dadurch seiner Menschenrechte beraubt, Sklave. Wie die Sklaven unter ihnen, standen die Götter ganz eigens nur für sie über ihnen da, und die Priester hielten mit dieser Beschränktheit des geistigen Blicks der Nationen so vortheilhaft Haus und sorgten für deren Erhaltung so angelegentlich, wie spätere für eine andere. Von dem ursprünglich der Tapferkeit und dem Kriegsglück zuerkannten Besitzrecht des Menschen über Menschen lief die Kette aus, an welcher nachher die Gewalt im Dienste der Selbstsucht und