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knechte, ausbeute und, wenn sie seinen Zwecken nicht entsprechen, vernichte? Nimmermehr! In jeden edlen Menschen ist der Drang gelegt, Lebensfähiges nicht niederzutreten, sondern aufzurichten, und Erhebungsfähiges zu sich zur erheben. Sind aber die unteren Menschenraçen überhaupt zu erheben? Sind nicht gerade die reinen Raçen in Afrika und Australien auf der tiefen Stufe geblieben, auf welcher sie zum ersten Mal in dem Gesichtskreis des Licht-Menschen erschienen? Zeigt sich dort seit Jahrhunderten ein Fortschritt, zeigt sich nur der Anfang einer Geschichte? Konnte der Missionär aus dem reinen Indianer etwas Höheres bilden, als einen altklugen Knaben? Blieb der Chinese nicht seit Jahrtausenden ein verknöcherter junger Greis? War nicht die abgeschlossene Raçenreinheit der stärkste Damm gegen alle Einflüsse der Kultur? Ja, so ist es! Aber der Wink des Ewigen in seinem Werke, der Natur und ihren Gesetzen, hat wiederum den Weg gezeigt zu einem neuen umfassenderen Weltgang der Kultur, dessen Ausgangspunkt nur Amerika sein kann. Dort steht die Thatsache vor aller Welt, daß die psychische Kraft der Weißen und die physische Stärke der farbigen Menschen zu einer Vereinigung fähig sind, die der weißen Raçe nichts von ihrer Kraft nimmt, aber ihre Körperstärke erfrischt, und die den dunkelen Menschen nichts von der Kraft ihres Körpers nimmt, aber sie mit höherem Geist erfüllt und veredelt. Gegen den natürlichen Widerwillen des Weißen vor einer Vermischung mit den Dunkelen unterster Ordnung und reiner Raçe hat abermals die Natur selbst eine Vermittelung geschaffen, die stufenweise Raçenkreuzung, wie wir sie in Amerika sehen. Welch edele schöne Gebilde sind dort schon erzeugt worden aus den häßlichen Anfängen der Menschheit! Diese Thatsache kann, wie keine in der Welt, ohne wichtige Folgen sein, ohne die mächtigsten Einflüsse auf die Erreichung des höchsten Ziels der Menschheit auf der Erde. Emporgehoben wird, wenn auch auf noch so vielen Stufen, die unterste Raçe an die Seite der obersten, und der Verbindungstrieb wird auch hier der sein, welcher der edelste und stärkste zugleich ist: die Liebe. Wahr ist’s, dieses Ziel steht fern, aber es ist ein Ziel, das erstrebt werden muß. Alles aber, was sich zwischen dieses Ziel und die Menschheit stellt, ist der Menschheit Feind, stellt sich zum Kampf in den Weg ihres Kulturgangs und muß weichen oder vernichtet werden. Solcher Feinde sind Legion, der ärgste ist – die Sklaverei! Nicht das gewaltsame Fortschleppen von Millionen Negern aus einer Heimath, in welcher sie ewig Thiere in Menschengestalt hätten bleiben müssen, kann auf unserem Standpunkt als Verbrechen an der Menschheit erscheinen; wir erkennen sogar keine andere Möglichkeit der Erhebung derRace; sondern die Form ist’s, in der die Uebersiedelung – wenn anfangs auch verzeihlicherweise – geschah und der Hausthier-Zustand ist’s, in dem man diese Millionen seit Jahrhunderten gehalten hat, die Sklaverei ist’s, mit ihrem doppelten Fluche: gegen die Schwarzen und gegen die Weißen, die, weil sie den Neger nicht zu sich emporbilden lassen in geistiger Beziehung, zu ihm hinuntersinken in sittlicher Beziehung. – Amerika hat eine höhere Bestimmung, als Felder zu düngen mit Negerschweiß und eine alleinherrschende Geldmacht