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Zerstörungszüge der Barbaren. Erst in den Hugenottenkriegen ließ ein gewisser Rohan mehre Pfeiler der mittleren Gallerie aushauen, um mit seiner Artillerie die Brücke passiren zu können. Dies würde den Untergang des ganzen Baues zur Folge gehabt haben, wenn nicht die Stände von Languedoc es für eine Ehrenpflicht gehalten hätten, das Zertrümmerte wieder herzustellen. Endlich baute man, in den Jahren 1743 bis 1747, in gleicher Höhe mit der ersten Pfeilerreihe und in gleichem Style eine Brücke für Fuhrwerk an den Römerkoloß an, die zwar der Großartigkeit desselben nichts hinzufügen konnte, aber auch den Gesammteindruck nicht beeinträchtigt. Unser Bild zeigt diesen Anbau.

Auch die Umgebung der Brücke ist geeignet, auf die Stimmung des Wanderers angemessen einzuwirken. Wer sich von Avignon über Villeneuve nach Nismes wendet, kommt aus dem Paradiese der Provence bald in das ödeste Steinreich von Languedoc und fühlt sich erst wieder wohler im Herzen in der Nähe von Remoulins, wo das fröhliche Grün der Weinreben die sanften Hügel schmückt. Aber hinter diesem Städtchen treten die Berge näher und näher an einander und endlich bis an die Ufer des Gard heran; die Gegend wird immer einsamer, es wird immer stiller, kein Lüftchen geht im engen Thale, kein Blatt bewegt sich an den immergrünen Eichen und Lorbeersträuchern der schattendunkelen Abhänge, und in dieser Grabesstille stehen wir plötzlich vor dem grauen Zeugen einer Vergangenheit ohne Gleichen. Kein Aufwand und kein Abmühen der Kunst hätte um ein solches Bild einen würdigeren Rahmen legen können, als Natur und Zeit hier schufen.




Zarskoe in Rußland.




Wir könnten uns versucht fühlen, von dem Gegenstand unseres Bildes uns zur Aufstellung einer Parallele mit dem ersten Artikel dieses Heftes (Kansas) verlocken zu lassen: dort gesetzwidrige und gewaltsame Umtriebe des demokratischen Präsidenten der größten Republik der Erde für Ausbreitung und Befestigung der Sklaverei, und hier das freie, auf die Bahn des Rechts und der Billigkeit geleitete Streben des aristokratischen Regenten der größten absoluten Monarchie der Erde für Aufhebung der Leibeigenschaft; – es möchte jedoch des Gerassels der Fesselung und Entfesselung für die Ohren unserer Leser zu viel auf einmal werden. Wir kommen im nächsten Hefte nach