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die zu Roms Weltthron die blutigen Steine beitrugen, nicht Scipio, nicht Marius, nicht Sylla oder Pompejus, nicht Cäsar, achteten die Provinzen des unermeßlichen Reichs für etwas Anderes, als volle Truhen für ihre Habgier oder Verschwendungswuth. Solcher hingegen, die Ehrenkränze des Volkes verdienen, sind nur wenige in Rom’s Regentenhalle: Augustus, Titus, Trajanus, Adrianus, Antoninus Pius, Marcus Aurelius, das sind Sechs aus tausend Jahren dieses Weltreichs. – Nun folgt Mahommed’s Bildsäule, umringt von einem Kreis arabischer Helden, die, von seiner Lehre begeistert, die Völker von Indien bis nach Spanien in des Propheten Glauben zwangen. Um sich ihren Himmel zu retten, starben da zahllose Menschen einen harten Tod. Dem folgenden Manne mit dem guten Willen für Belehrung und Hebung des Volks, Karl dem Großen, gebührt ein Kranz um sein Standbild. Ein Weltreich beherrschte er nicht, obwohl er über 26,000 Quadratmeilen regierte. Ein solches, und das mächtigste für Jahrhunderte, das geistliche Reich des Papstes über die Christenheit der römischen Kirche, erhöhete Gregor VII. in dem Rom der Cäsaren. Es herrscht noch heute über die ungeheuere Zahl von 180 Millionen auf der ganzen Erde, und noch einmal könnte dieses zweite Rom Fürsten und Völkern mit seinen geistigen und leiblichen Fesseln Gefahr drohen, hätten Luther und Zwingli jener Zahl auf derselben Erde nicht 100 Millionen Protestanten an die Seite gestellt. Während die Blüthe dieses Weltreichs in Europa seit 1073 sich höher und höher hob, brach in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts eine asiatische Macht sich Bahn von China bis Rußland und Polen: Dschingiskan eroberte sein großes mongolisches Reich. Der Tod hatte ihm die Hand zu dem Werke geführt; es erzeugte nur Schwäche und Erstarrung. – Wieder begrüßen wir einen deutschen Kaiser, und zwar den letzten derselben auf dem Postamente der großen Gewaltigen, den Mann, in dessen Staaten die Sonne einst nicht unterging und nun, seit seinem Tode, nicht mehr aufgehen will: Karl V., als König von Spanien, Neapel, Mexiko und Peru. Neben diesem letzten deutschen steht der erste französische Kaiser: Napoleon. Europa’s Festland war ihm unterthan, sein Reich zählte 42 Millionen und seinem eisernen Willen beugten sich 120 Millionen, Paris war das Rom der alten Welt geworden, und die alte Welt spürte abermals Faust und Finger des alten Rom’s, nachdem der edle General und Konsul Bonaparte am Kaiser Napoleon gestorben und verdorben war. Ein Weltreich war auch Frankreich nicht geworden, obwohl ein Welterschütterer auf seinem Thron gesessen hatte. Das Glück aber, das Napoleon’s Reich den Völkern Europa’s gebracht, ist das aller Stürme und Unwetter: es reinigte die schwüle dicke Luft und machte viele Völker fähig, später wieder frisch aufzuathmen. Die Gegenwart hat den Begriff eines Weltreichs erweitert, sie verlangt dafür die Herrschaft eines Staates über Länderstrecken mehrer oder aller Erdtheile. Stellten wir nun auf unser Postament den „kranken Mann“ des Halbmonds, welchem noch heute 36 Millionen auf 86,000 Quadratmeilen dreier Erdtheile gehorchen, so möchte man das für eine unbillige Satire halten. Die Türkei ist zur