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der Handelsstätte, die man schon jetzt das „Newyork des stillen Meeres“ nennt, des Gründers Namen in ferne Zeiten tragen wird.

Astor starb in Newyork am 29. März 1848, in seinem 86. Lebensjahre. Seine Hinterlassenschaft wurde auf 30 Millionen Dollars geschätzt. Der Stadt Newyork hatte er, zur Gründung einer öffentlichen Bibliothek, 350,000 Dollars vermacht. Für seine ungeschwächte Theilnahme am Schicksale seiner deutschen Landsleute zeugt der Astorfonds, eine bedeutende Summe zur Gründung einer Anstalt, durch welche deutsche Einwanderer gegen die Betrügereien der großen Fremden-Empfangs-Gaunerschaften in Newyork möglichst geschützt werden sollten. Astor konnte in seinen späteren Jahren kaum noch deutsch sprechen, aber deutsch gefühlt hat er bis an sein Ende.

Das Astor-House ist in sofern ebenfalls ein dauerndes Zeugniß vom deutschen Geist seines Erbauers, als es sich durch das schöne Ebenmaß seiner Verhältnisse, durch Einfachheit und feinen Geschmack in der Dekoration, durch Solidität und imponirende Massenhaftigkeit seiner Struktur, eine verschwenderische Geräumigkeit seiner inneren Einrichtung und durch einen gediegenen, allem Flitterstaat fremden Luxus vor den monotonen Kasernen oder fensterdurchbrochenen Laternen oder mit sinnlosem Schnörkelkram überladenen Putzschränken, aus welchen die gerühmten Neubauten Newyorks bestehen, sehr vortheilhaft auszeichnet. Vor dem gebildeten bau- und kunstverständigen Urtheil besteht das Astor-House unbestritten als das schönste Gebäude der Stadt.

Das Haus kehrt nach dem Broadway, der Hauptstraße Newyorks, eine imposante Fronte von 201 Fuß Länge, und führt seine eben so schönen Flanken 154 Fuß in die Barclay- und 146 Fuß in die Vesey-Straße. Die Höhe ist 77 Fuß. Der ganze Bau besteht aus dunkelgrauen Granit-Quadern; ein schöner Portikus aus polirten Porphyr-Säulen führt zu einem prächtigen, von eben solchen Säulen getragenen Treppenhaus. Die Kosten des Baues sollen nahe eine Million Dollars betragen haben. Seiner ursprünglichen Bestimmung eines Palastes für öffentliche Ausstellungen, Gallerien, Sammlungen, Vorlesungen, Konzerte etc., wurde Astor-House durch die Erben des Erbauers entfremdet. Es wurde zu einem Hotel umgewandelt und gilt, mit seinen 500 Zimmern, als eine der besuchtesten und berühmtesten Fremden-Einkehr in Newyork. Als solche wirft es den Besitzern natürlich eine höhere Rente ab, als wenn seine Räume die vom Erbauer eingeladenen Gäste beherbergten, welche keine Miethe zahlen.