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Säulen besteht, zwischen denen noch Altane, Gallerien, Fenster und dergleichen Unzierden mehr angebracht sind. Es ist Schade um den herrlich begonnenen Bau, denn trotzdem, daß diese Thürme auf einer Kirche in der Gascogne stehen, so sehen diese Griechenköpfe auf dem Germanenleib durchaus nicht aus wie das Obertheil von ein Paar originellen Kerlen, sondern sie sind aus Nachgemachtem zusammengestoppelte Waare, der braven originellen Gascogne nicht angemessen.




Saint Louis am Missisippi.




Die meisten jetzt blühenden Städte der nordamerikanischen Union hatten ihre schweren Zeiten in den ersten Jahren nach ihrer Gründung. Von schwachen Anfängen gingen alle aus. Wenige Blockhäuser im Urwald und ein Paar Menschen darin, das war die gewöhnliche Wiege für den zukünftigen Riesen. Wie viele solcher Städtekinder in der Wiege erstickt worden sind, weiß Niemand; das Schicksal der noch lebenden liegt aber im hellen Tageslichte der Geschichte vor uns. Aller gefährlichste Feinde waren die damals noch unbekannten verderblichen Kraftäußerungen der Natur und die Indianer. Mit Indianerkriegen beginnt die Geschichte jeder nordamerikanischen Ansiedelung. Die Kämpfe waren schwer, denn die Indianer waren damals noch die Stärkeren. Hunderte von Ansiedelungen verschwanden in jenen Zeiten spurlos vom Boden, aber immer neue entstanden, und endlich ward das weiße Gesicht Herr über die Rothhaut. Ging während der harten Kindheit der Ansiedelungen ihr Wachsen langsam vor sich, so steigerte es sich in’s Erstaunliche, als diese Gefahr vorüber und allein noch die Natur zu bekämpfen war, über welche der Mensch jeden Tag mächtiger gebietet. Seit den Unabhängigkeitskriegen ist keine menschliche Gewalt dort verheerend durch das Land gezogen, die Früchte des Fleißes von Generationen vernichtend: es ist leicht, groß werden unter so glücklichen Umständen, die in der Lage des Erdtheils begründet sind.

Dieselbe Lebensschule hat das große St. Louis durchgemacht, wohin wir unserem Bilde folgen. Am 15. Februar 1764 erbaute an dieser Uferstelle des Missisippi ein französischer Kreole, Peter Laclède, die erste Blockhütte. Zu ihm gesellten sich zwei Brüder, August und Peter Chouteau aus New-Orleans, ebenfalls französische Kreolen. Diese erste Ansiedelung wurde bald verstärkt durch französische Einwanderer aus Kaskahia,