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oft sehr reicher Ausstattung hat, versteht sich von selbst. – Solchem Lande und solcher Stadt gegenüber brechen aber jene wundersamen Dichterwünsche hervor:

„Und aber nach fünfhundert Jahren
Möchte’ ich desselben Weges fahren.“




Die Pallisaden des Hudson.




Wir fahren auf dem Hudson abwärts und befinden uns schon in der Nähe von New-York, wenn am rechten Ufer die hohen Felsenwände emporsteigen, die man Pallisaden nennt. Zur Linken sehen wir hier – „lachende Landhäuser in üppig blühenden Gärten, kleinere oder größere Dorfschaften dazwischen, hie und da einen Bach oder ein Flüßchen, deren Wasser sich entweder still und geräuschlos mit dem Hudson vermählt, oder kleine Buchten bildet, an deren Saum freundliche Spaziergänge den Reisenden zu längerem Verweilen anzulocken scheinen“ – falls er eben zur schönen Jahreszeit auf dem Strom dahinfährt.

Wie auf den deutschen Landstraßen Dir die Nähe einer Residenz-, oder Haupt-, oder sonstigen wichtigeren Stadt nicht bloß durch die gravitätischen Reihen ernsthafter Pappeln angekündigt wird, sondern auch durch das gedrängtere Hintereinander von Fuhrwerken jeden Rangs und Berufs, so beleben hier, je näher der amerikanischen Welthandelsstadt, desto zahlreicher und mannichfaltiger die Fahrzeuge aller Größen und Arten den majestätischen Strom, als dessen Pappeln die stattlichen Pallisaden paradiren.

Die Ufer des Hudson sind oft mit denen des Rheins verglichen worden, aber auch dieser Vergleich hinkt. Die Felsen des Rheins sind von den Wettern vieler Jahrtausende ausgewaschen und zerfurcht, das graue Alter ist über sie gekommen, während die runden, bausbackigen Hügel mit den grünen, frischen Wälderkränzen des Hudson einen lustigen Jungen schmücken, der noch lange nicht an das Altwerden denkt. Genießen wir Jedes für sich und lassen ab davon, je ein Stück Hudson mit einer Portion Rhein veredeln zu wollen. Jahrtausende und der Ocean liegen zwischen beiden, und wenn der Vergleich auch diesen glücklich überspringt, in jenen bleibt er zappelnd hängen und macht sich lächerlich.