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Der Eisenbahnhof in München.




Hinaus, hinaus, in die herrliche Welt
     Zu wandern und sehen!
Wir sind auf unsere Beine gestellt
     Nicht bloß zum Stehen!

Wie der See den Fels im Spiegel zerbricht,
     Zerschneidet in Streifen!
Und des Felsen Haupt schmückt Sonnenlicht
     Mit goldnen Reifen.

Und im Buchenwalde am wilden Bach
     Lobsingt Schwarzblättchen.
Der Klang geht durch alle Dörfer uns nach,
     Nicht durch das Städtchen.

Gar lustlaut schallt es im Städtchen! Da stehn
     Am perlenden Bronnen
Die lachenden Kinder und wollen nicht gehen
     Bis er verronnen!

Und der Bronnen verrinnt sein Lebtag nicht,
     Bis des Felsen Reifen,
Der klingende Wald und der Spiegel zerbricht
     Mit seinen Streifen.

Und schöne Augen sehn allerort
     Die herrliche Welt an!
Und doch pflanzt der Mensch sich immerfort
     Wie der Baum am Feld an!

Hinaus, hinaus, in die herrliche Welt!
     Brauchst nicht zu gehen:
Faust’s Mantel ist Dir zur Verfügung gestellt
     Und Sturmeswehen!

Gehst Du mit? – Wohin? – Von hier die kurze Strecke von fünfzig Jahren in die Vergangenheit zurück und von da auf dem Zauberrosse der Gedanken wieder in die Gegenwart und weiter.

Vor fünfzig Jahren schrieb man 1808. Die Kunst des Straßenbau’s lag damals in vielen Theilen Deutschlands noch in den Windeln. Hildburghausen hatte ebenfalls erst ein ganz klein Stückchen Chaussée, das die Verwunderung der ganzen Umgegend erregte. Der Bau der Straße nach Koburg begann erst 1809. Man fuhr zwischen beiden Städten vor 50 Jahren noch auf dem alten Wege deutscher Unergründlichkeit. Damals