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Nation stand, redlich benutzte, um Cuba’s Rechten gesetzliche Anerkennung zu verschaffen und den Spaniern die Augen zu öffnen für die Gefahren längerer Rechtsverweigernng. Vergeblich. Seine Reden verklangen, wie in der Wüste. Ja, man nahm ihn in Untersuchung, als er einst seiner Liebe zu Cuba einen zu feurigen Toast gewidmet hatte. Als man aber gar cubanische Abgeordnete aus den Cortes vertrieb, war sein Bruch mit dem spanischen Kolonialdespotismus und dessen Hütern innerlich fertig. Noch bedurfte man des Mannes und scheute ihn, deshalb fungirte er noch eine Zeit lang als Oberbefehlshaber der Nationalgarde von Madrid und als Gouverneur der Hauptstadt, bis er, auf Espartero’s Wunsch, letzteren Posten aufgab, um – welche Verirrung, oder welche Absicht der Regierung? – eine hohe Militärstellung in Cuba einzunehmen.

Im Jahre 1839 betrat Lopez zum zweiten Male seine liebe Insel, diesmal als Statthalter von Trinidad (Ciudad maritima de Trinidad) und Oberkommandant der militärischen Streitkräfte der Mitteldepartements; Statthalter der Insel war Valdez. Das Glück dauerte nicht lange. Auch die spanische Revolution griff nur verderbend auf Cuba über. Mit Espartero und den Progressisten in Spanien stürzte auch Lopez von seiner Höhe. – Die Wandlung war rasch und bitter. Geschieden von seiner Frau und ohne Vermögen mußte er nun, nachdem er eine wohlverdiente Ranghöhe erreicht, sich nach einer Erwerbsquelle umsehen. Er versuchte und wagte Mancherlei und ward endlich Minero, er trieb Bergbau. Hauptsächlich trieb er aber die Erhebung des Volks. Der spanische Undank hatte sich an ihm bis auf’s Aeußerste bewährt, und seine letzte Hoffnung auf friedliche Erlösung Cuba’s aus seinem Elend war längst dahin. Er machte sich vor Allem mit dem Landvolke vertraut, aus dem er eine tüchtige Reiterei zu bilden hoffte, setzte sich im Vertrauen der unteren Klassen mehr und mehr fest und verwendete Mittel für seinen Zweck, die oft über seine Kräfte gingen. Die Regierung beobachtete ihn und ließ ihn gewähren bis 1848, wo er plötzlich vor Gericht gestellt werden sollte. Rechtzeitig gewarnt, entfloh er nach Rhode-Island; die spanische Justiz schleuderte ihm ein Todesurtheil in contumaciam nach. Das war der dritte Trauerakt seines Lebens und – hätte der letzte sein sollen. – Ein Volk muß sich von innen befreien; jede Hand von außen bringt ihm Verderben. Cuba hätte durch Lopez frei und glücklich werden können, wie Nordamerika durch Washington. Spanien hätte längst auch diesen amerikanischen Verlust verschmerzt, wie England den seinigen, und viel Blut, das Cuba noch kosten wird, brauchte nicht zu fließen. Da aber Lopez nicht die Freiheit des Volks und die Unabhängigkeit der Insel allein im Schilde führte, sondern die Rache an Spanien einen breiten Raum davon einnahm, so mußte er zu Grunde gehen. Ohne dieses Ende wäre sein Erdengang nur ein scenenreiches Schauspiel gewesen; nun erst wurde es zum Trauerspiel und zwar mit vollendeter poetischer Gerechtigkeit.