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Hitzig’s Plan aus Stein und Eisen erbauten und dadurch allen Stürmen der Bora trotzenden Schweizerhause, seinem Garten voll edelster Blumen und Statuengruppen und seinen köstlichen Wasserkünsten ein Fleckchen Erde, auf welchem früher nur wildes Gestrüpp zwischen dem wasserlosen Gestein wucherte. Alle diese Pracht übertrifft jedoch des Erzherzogs Ferdinand Max neues „Schloß am Meer“, sein Mira-Mar auf der Felsenzunge der Punta di Grignano. Diese Schöpfung gewährt durch Lage, Bauart und Ausstattung so viel Interesse, daß wir derselben wohl später ein besonderes Blatt widmen werden.

All diese architektonischen Herrlichkeiten sind jedoch für Triest nur die bunten Kornblumen auf einem Acker üppiger Aehrenwogen. Triest ist eine Stadt der Arbeit, und darum überragen seine Paläste der Industrie alles übrige Bauwerk. Nur in ihnen zeigt die Stadt, und zwar zu Land und Meer, den wahren äußeren Ausdruck ihrer Seele.

Die beiden größten dieser Bauten sind der Bahnhof und das neue Lloydarsenal. Jener, dessen Lage unser Bild uns zeigt, nimmt eine Grundfläche von 250,000 Quadratfuß ein, hat demnach die bedeutendste Ausdehnung aller Bahnhöfe Europa’s. Und dieser Raum mußte zur größern Hälfte dem Meere abgerungen, es mußte mit unglaublichen Mühen ein Theil des nächsten Berges in dasselbe versenkt werden, um an dieser einzig möglichen Stelle für einen Bahnhof den Grund zu gründen. Die Gebäude der Station, die Waarenlager, Maschinenhäuser, Zollamtslokale, Wasserdepots, Werkstätten und Beamtenwohnungen entsprechen dem Imponirenden des Orts und des Zwecks. Zugleich erhielt der Bahnhof seinen besondern, durch mächtige Steindämme gegen die Launen der See geschützten Hafen, in welchem die Schiffe unmittelbar vor den Magazinen anlegen und mittelst kolossaler Krahne und Hebel das Aus- und Einladen der Lasten eben so leicht als schnell vollbringen.

Das neue Lloydarsenal liegt bei St. Andreä, einem Dorfe am Fuße der Rückwand des Berges, dessen Vorderseite wir vom Kastell und Dom gekrönt sehen, an der Bucht von Muggia. Der Lloyd hat sich durch dasselbe hinsichtlich der Ausbesserung seiner Schiffe von fremden und namentlichen ausländischen Etablissements unabhängig gemacht. Es zerfällt in zwei Abtheilungen, die des Maschinenbau’s und die des Schiffbau’s; beide sind durch die Administrativ- und Kanzleigebäude verbunden. Für die Arbeiter des Arsenals wird soeben oberhalb desselben eine Gruppe von Wohnungen gebaut, die, wenn nicht selbst schon eine kleine Stadt, doch den Kern zu einer solchen bilden. Eine nur einigermaßen ausführliche Beschreibung dieser sehenswerthen Anstalt würde uns hier zu weit über den uns zugemessenen Raum hinausführen.

Das Eigenthum einer andern Gesellschaft ist das Stabilimento tecnico triestino (triester technische Anstalt), welches Maschinengießereien an der Promenade von St. Andreä und in Muggia und eine Werfte für große Kriegsschiffe und Kauffahrer in St. Rocco besitzt und 500 Arbeiter beschäftigt.