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Goldland Pikes-Pik sei gleichfalls daran, sich als Territorium Jefferson einzurichten und daß damit Leben in die Gebirge und die östliche Prairie kommen werde. „Das Neueste in der Gebietspolitik aber weiß ich“, warf der Mormone ein, „der südliche Theil unseres großen Utah löst sich ab, weil er mit uns Mormonen nichts mehr zu schaffen haben will. Er verlangt seine eigene territoriale Selbstständigkeit und will am Ostabhang des californischen Gebirges aus dem Carron Vally das Gebiet Sierra Nevada zusammenbauen.“ „„Wohl bekomm’s, Onkel Sam; vier neue Staaten-Embryone auf einmal!““ „Old Hickory forever!“ jubelte der St. Joseph-Mann, mit dem Hut im Genick, einen dichten Sprühregen von Tabackssaft über die Veranda ergießend, und „„take a drink, gentlemen!““ war die patriotische Antwort des Kentuckiers, die ganze Gesellschaft zur Bar einladend, um auf Old-Hickory’s Wohl ein Glas Branntwein zu leeren.


Noch vor zwei Menschenaltern ließ man den „weiten Westen“, das „ferne Land“ Nordamerika’s gleich hinter den Alleghanygebirgen beginnen. Die alten dreizehn Staaten des großen transatlantischen Bundes, welche aus den dreizehn englischen Kolonien erwuchsen, lagen zwischen diesen waldbedeckten Höhenzügen und dem Ocean; was über jene hinaus nach Westen hin sich erstreckte, war Wildniß und zumeist noch in unbestrittenem Besitze indianischer Wald- oder Steppennomaden. Wenige tausend Franzosen waren im Fortgange der Zeit am Mississippi weit nach Norden hin, oder von Canada aus nach Westen vorgedrungen und hatten einzelne, weit von einander entfernt liegende Ortschaften gebaut. Aber bevor weiße Ansiedler vom Hudson, Delaware oder Potomak aus über den Ohio gingen, verflossen beinahe anderthalbhundert Jahre. In dem heutigen Staat Ohio, der nun dritthalb Millionen Bewohner zählt und seinen Namen von dem „schönen Fluß“ entlehnt hat, waren lange vor den englisch redenden Amerikanern deutsche Männer erschienen, um dauernde Niederlassungen zu gründen. Der erste weiße Mensch, welcher im Norden dieses Stromes das Licht der Welt erblickte, war Marie Heckewelder, die am 16. April 1782 geboren wurde, und wenige Monate später gab die Frau eines Herrenhuters dem Knaben Christian Friedrich Sensemann das Dasein. Er, der eigentliche Patriarch des Westens, durchschritt noch vor wenigen Jahren, in vollem Genusse seiner Kraft und Gesundheit, Wiesenfluren und Wälder, und vielleicht ist er heute noch am Leben. Es war ihm beschieden, zu sehen, wie in der frühern Einöde ein Staat nach dem andern erwuchs und das Land zwischen den Bergen und dem Mississippi sich mit Millionen betriebsamer Menschen füllte; er ist durch die Straßen von Cincinnati gewandert, als diese „Königin des Westens“ wohl an zweimalhunderttausend