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Trophäen etc., dürften noch Jahre kosten, bis das neue Louvre würdig und bereit sein wird, seiner Bestimmung übergeben werden zu können.

Aber, um das neue Paris kennen zu lernen, dürfen wir nicht bei dem Louvre stehen bleiben. Der Plan, von dem wir bis jetzt nur einzelne Theile in Ausführung begriffen sehen, bezweckt eine gänzliche Umgestaltung der Stadt, nach Grundsätzen, die wir bis jetzt bloß ahnen, aber schwer begreifen können. Das alte Rom hatte einen Herrscher, der die Stadt, welche seiner Zeit die Rolle des heutigen Paris darstellte, zur Epoche seiner größten Macht und seines höchsten Glanzes eigenhändig in Asche legte, um eine neue, noch prachtvollere Capitale auf der Brandstätte zu erbauen. Paris erlebt jetzt ein verwandtes Schicksal, nur arbeiten Brecheisen und andere weniger wirksame Zerstörungswerkzeuge an Stelle der Pechkränze, und dennoch gehen die Demolirungen mit der Vehemenz von Erdbeben vor sich, und Straßen, öffentliche Plätze, Konstruktionen der solidesten Art verschwinden unter den Augen des Parisers wie Schnee an der Frühlingssonne. Davon, wie das neue Paris, die ideale Stadt der Zukunft, aussehen wird, können wir uns noch keine Vorstellung machen; nur einige Anfänge geben Andeutungen davon. So die Rue Rivoli, welche in gerader Linie von dem Place de la Concorde, längs den Tuilerien und dem Louvre, die Stadt durchschneidet, bis zum Boulevard St. Antoine. Sie umschließt den Thurm St. Jacques, der vollständig restaurirt ist, räumt aus der Umgebung des Hôtel de ville ein Gewirre von Gäßchen und Bauten, und öffnet dessen monumentale Façaden auf einen großen ebenen Platz, überschreitet den Place de la Grève, dessen Merkmale blutigen Andenkens sie völlig entfernt hat, so wie die durch Balzacs pariser Studien berühmt gewordene Rue du Tourniquet St. Jean, wohl aber paradirt an deren Stelle, inmitten des dichtest bevölkerten Theils der Stadt, die Kaserne Napoleon, von außen einer Königswohnung ähnlich, von innen eine Festung, die eine Armee zu fassen vermag. Die weitere Fortsetzung berührt die Kirchen St. Gervais und St. Paul, deren architektonische Schönheit so lange den Augen verborgen war, und mündet auf den Platz der Juliussäule. Die Meilen lange Straße selbst besteht nur aus Palästen mit weißen, reich verzierten Fronten, Arkaden und Karyatiden, Balkonen und vergoldeten Ballustraden. Weiter erstrecken sich die Neuerungen längs den Quais, neue Brücken überspannen die Seine, neue Boulevards brechen sich vom Arc de l’Etoile aus Bahn, durch Gärten, Häuser, Hügel, ja selbst die Champs Elysées sollen ihre Rolle an das Bois de Boulogne abtreten, und sind nicht mehr sicher, zu einem neuen, noblen Quartier umgeschaffen zu werden. Dagegen soll sich die Umgebung des Ausstellungspalastes dort in einen Garten der Armida verwandeln, in dem der staunensmüde Wanderer in einer Atmosphäre ewigen Frühlings, inmitten einer tropischen Pflanzenwelt,