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einen Träumer; sie spöttelten über mich oder verhielten sich gleichgültig. Meine näheren Freunde waren allerdings höflich, aber doch schlau und zurückhaltend, und wenn sie auch meine Erläuterungen geduldig anhörten, so sah ich doch an dem Ausdruck ihrer Mienen, wie ungläubig sie sich verhielten. Während mein Boot gebaut wurde, mischte ich mich oft unter die Menschengruppen, welche der Arbeit zusahen und sich über das neue Schiff unterhielten. Sie machten sich lustig über mich, den sie nicht persönlich kannten, und ich hörte nicht viel Gutes. Der Eine lachte laut über die Schwindelei, der Andere fertigte mich mit trockenen, wegwerfenden Bemerkungen ab, der Dritte bedauerte, daß so viel Geld vergeblich weggeworfen werde, kurz, überall hieß es, Fulton sei ein Narr geworden. Auch nicht eine einzige beifällige oder aufmunternde Bemerkung habe ich vernommen, Niemand machte mir Hoffnung auf ein Gelingen, Keiner suchte mir den Pfad zu ebnen. So kam der Tag heran, den ich für meinen Versuch anberaumt, und Sie mögen sich selber sagen, wie mein Gemüth gespannt war. Ich bat meine Freunde, mit mir an Bord zu gehen und die erste Fahrt mit zu machen, an deren gutem Erfolg ich nicht zweifelte. Manche fanden sich wirklich ein, aber doch nur, um mir persönlich nicht wehe zu thun, ich merkte es ihnen jedoch recht wohl an, wie ungern sie gekommen waren; sie hätten lieber sich und mir die Täuschung erspart; denn daß mein Unternehmen gelingen könne, glaubten sie nicht. Nun war allerdings Ursache genug vorhanden, an dem guten Erfolge zu zweifeln. Die Maschinen waren neu und nicht gut gearbeitet, weil ich mich mit Handwerkern behelfen mußte, die dergleichen zum ersten Male machten, auch konnten ja möglicher Weise irgend welche unvorhergesehene Hindernisse sich einstellen. Endlich kam der entscheidende Augenblick; ich gab Befehl, das Schiff in Bewegung zu setzen. Meine Freunde standen in Gruppen auf dem Verdeck; sie waren offenbar voll Furcht und Besorgniß. Alle schwiegen; ich las in ihren Blicken nichts Gutes und einen Augenblick war ich nahe daran, mein Unternehmen zu bereuen. Jetzt bewegte sich das Boot, lief eine Strecke weit, blieb dann aber stehen und wollte nicht weiter. Die Leute fingen nun an zu murren, ich sah, wie mißvergnügt und aufgeregt sie waren; manche flüsterten einander zu, viele zuckten die Achseln, und ich hörte die Worte: „„habe ich es nicht gleich von Anfang an gesagt?““, oder: „„die ganze Geschichte läuft auf einen albernen Schwindel hinaus““, oder: „„wenn wir nur erst von diesem verwünschten Boote wieder fort wären!““ Ich trat vor und erklärte, die Ursache, weshalb das Schiff nicht weiter gehe, sei mir zwar unbekannt, man möge sich aber nur eine halbe Stunde gedulden, bis dahin würde das Boot wieder in Bewegung sein; wo nicht, so habe die Fahrt für dasmal ein Ende. Nun stieg ich in den Maschinenraum hinab und fand, daß eine kleine Ungenauigkeit die Ursache meines Mißgeschicks war, die Sache war indeß bald in Ordnung gebracht. Und nun lief das Boot. Newyork lag bald hinter uns und ich erreichte glücklich Albany. Aber selbst durch diese Thatsache ließen die Zweifler sich noch nicht überzeugen; sie