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Mecheln und den Gebrüdern Abel aus Köln, die 28 gigantischen Erzstatuen von männlichen und weiblichen Vorfahren oder Verwandten des großen Habsburgers, die zu beiden Seiten und zu Häupten des Sarkophags aufgestellt sind, rühren von Georg Löffler und dessen Sohn her. Nicht weniger beachtenswerth erscheinen die Grabmäler der schönen Philippine Welserin und ihres Gemahls, in der sogenannten silbernen Kapelle, und die Denkmäler des Andreas Hofer und anderer seiner Kampfgenossen. Auch die übrigen zahlreichen Kirchen und Kapellen haben manches werthvolle Kunstwerk aufzuweisen.

Unter den weltlichen Gebäuden ragt vor allen die kaiserliche Burg hervor, gegründet von Kaiser Max (1494), ausgebaut von Maria Theresia (1766). Sie birgt den gewöhnlichen Schlösserschmuck von Familienbildern. Am Stadtplatz sehen wir das berühmte „goldene Dachl“, ursprünglich die Residenz Friedrichs mit der leeren Tasche. Um dieses Schimpfnamens willen, den seine Feinde ihm beigelegt hatten, ließ er das kupferne Dach seines Schlosses vergolden und wandte daran die für seineZeit außerordentlich hohe Summe von 200,000 Dukaten. Sauer verdientes Geld muß es nicht gewesen sein, sonst hätt’ er ohne Zweifel etwas Gescheidteres damit angefangen.

Innsbrucks Lage ist eine günstige für Industrie und Handel, beide blühen auch nach den gegebenen Verhältnissen, d. h. soweit Blüthe möglich ist in einem Zustande allgemeiner Vertrauenslosigkeit. Die rechte Blüthe wartet auf den Sonnenschein des freien Geistes. Die Zeit ist vorüber, wo man das Materielle pflegen und dabei den Geist zu Grunde gehen lassen kann; sie erheben sich und sinken mit einander: die Industrie erstarkt nur an der Wissenschaft, und die Wissenschaft gedeiht nur in der Freiheit. Das sind uralte, schon tausend Mal verbotene Wahrheiten, und sie sind Wahrheiten geblieben, während die tausend Verbote sich immer schließlich als Ausgeburten der Thorheit erwiesen haben.

Fast übersehen hätten wir die „Universität“ mit den obligaten wissenschaftlichen Sammlungen, Bibliothek, reichhaltigem Kupferstichkabinet etc. – Wir sind in Deutschland nicht verwöhnt, am wenigsten vom politischen Glück, aber die Ehre der freien Wissenschaft haben wir uns bewahrt, und ihr Einfluß auf das Leben und Schaffen der Nation ist unser gerechter Stolz. Wie wäre es möglich gewesen, von Heidelberg, Erlangen, Jena, Bonn zu reden und deren Universitäten nur als „Sehenswürdigkeiten“ namentlich anzuführen? In Innsbruck ist aber die Hochschule der Wissenschaft nur ein leerer Schall, während sie die Seele jener Städte ist und die Liebe, der Stolz und Schmuck ihrer Länder. Der wissenschaftliche Ruhm dieser Länder hat in ihnen seine Wiege, die geistigen Wohlthäter derselben stiegen dort aus der Schule an das Licht. Der Bürger kennt die großen Namen, selbst dem Landmann treten sie immer näher, und die gesammte Jugend, nicht bloß die studirende, hat sie als edle Vorbilder vorliegen, erhebt sich an ihnen. Gilt auch den Bauern Tirols, ja gilt den Bürgern