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erfunden hat, welche ohne menschliches Zuthun in ihnen den Dienst verrichten? Wo stehen die Zwingburgen der königlichen Macht von Neapel? Wo die des Papstes, der einst über Kaiser gebot? Wer herrscht in den berühmten Bollwerken des lombardischen Landes? Wo sind ihre Vertheidiger geblieben? –

Wir gehen einer Zeit entgegen, welche vor Allem das Heerwesen umgestalten wird. Wie das Werbesystem der Konskription gewichen ist, welche den Kriegsdienst für den Landesherrn zur Pflicht der Landeskinder und zum Gesetz des Landes erhob, und wie dann dieses Fürstenrecht der Konskription gezügelt werden mußte durch eine Verfassung, welche dem Volke das Recht der Steuerverweigerung gab, um ungerechtfertigter fürstlicher Kriegslust einen Riegel vorzuschieben: so wird man endlich auch bei uns den letzten Schritt vorwärts thun und, nach dem Vorgange freierer Gemeinwesen, jedem Staatsbürger, ohne alle Ausnahme, die Pflicht der Landesvertheidigung zuerkennen. Nur da, wo diese Pflicht zum Gesetz erhoben, erhebt sich auch für die Rechte des Volks ein wirksamer Schutz: ein Schutz nach innen und gegen außen zugleich. So wird es werden. – Die Bahn, welche von den Nationen täglich entschiedener eingeschlagen und fester betreten wird, kann kein anderes Ziel haben, als Sicherung gegen jede selbstherrische Laune wie gegen alle eigenmächtigen Gelüste der Machthaber; wo der Mann die höchste Ehre in die Wahrung seines Rechtes als Staatsbürger setzt, da wird es dem Lande nie an Vertheidigern fehlen gegen den äußern Feind, – wo aber ein Volk im Innern seine Ehre mißachtet sieht und von seinem Rechte schweigen muß, da werden die stärksten Vesten gegen außen nicht mehr werth sein, als neapolitanische Zwingburgen.




Die Ruinen von Bulgar.




Zwischen dem südlichen Ural, der mittlern Wolga und bis zu der Quellen des Don hin wohnte einst das Volk der Bulgaren von Asien, und Groß-Bulgarien heißt in der Geschichte das Land, dessen einstige Königsstadt wir im Bilde ihrer Ruinen vor uns haben.

Wir stehen vor dem Grabe einer Nation, die in ihrer Jugend gestorben ist. Trotz der vielen Münzen, Grabschriften und Städtetrümmer, welche von ihrem Dasein zeugen, finden wir nirgends schriftliche Denkmäler ihres Geisteslebens. Was wir von ihr wissen, lernten wir aus den Berichten ihrer Zeitgenossen, die in Berührung