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Kamantsches abzuhalten, und das vierte, jenes von Neu-Mexiko, 12; auf das von Utah kommen 2, von Oregon 7 und auf das kalifornische 10.

Das stehende Heer reicht gerade nothdürftig aus, um die Festungswerke schwach zu besetzen und so viel als möglich die Indianer einigermaßen im Zaume zu halten. Auch hat es keinen weiteren Zweck zu erfüllen; zur Aufrechterhaltung der Staatsgewalt, die anderswo sich auf die Bayonette zu stützen sucht, hat die Republik wirksamere moralische Mittel: das Votum, die öffentliche Meinung, die Freiheit der Presse, der Rede, der Versammlung, kurz Alles, was dem nationalen Willen Ausdruck gibt. Wie die Staatsgewalt und Gesetzgebung lediglich aus dem Willen der Nation hervorgehen, haben sie ihr Bestehen auch nur diesem zu verdanken. Damit aber das mögliche Gelüste, sich dieser alleinigen Souveränetät zum Trotz zu behaupten, nicht ein gefährliches und gefügiges materielles Mittel zur Hand habe, deshalb duldet das Volk kein zahlreiches stehendes Heer. Dazu sieht der amerikanische Bürger es nur als sein alleiniges Recht an, Waffen zu tragen, und ist eifersüchtig darauf, denn die Waffe in des Freien Hand, wie zu Schutz und Wehr seiner Rechte, so zum Symbol seiner Würde, ist eine unter den gesitteten Nationen gar seltene Zier. Und weil er politisch im Soldaten nur ein nothwendiges Uebel, eine Art Polizeischergen für die äußere Sicherheit, aber auch, als was ihn ein berühmter Geschichtschreiber bezeichnet, einen „natürlichen Feind der Freiheit“ erkennt, deshalb verachtet er ihn und läßt ihn nicht das Recht mit ihm theilen, außer im aktiven Dienste, Waffen zu tragen. Unserem, an den stolzirenden Säbelschlepper und klirrenden Sporenträger gewöhnten Auge kommt’s daher wunderlich vor, die ohnedies seltenen Uniformen der Armee, welchen wir außerhalb ihrer Cantonnements, namentlich in den Straßen der großen Städte begegnen, höchstens mit Regenschirm oder zierlichem Rohr bewehrt zu sehen. Der Verkehr mit der Gesellschaft gestattet überhaupt nicht einmal eine Uniform; selbst Offiziere höchster Grade sind nur in civiler Kleidung, ohne alle Auszeichnung, zugelassen. – Der Nordamerikaner hat aber auch Grund, den Soldaten bürgerlich zu verachten. Das Militär wird gegen Handgeld angeworben und besteht zum größern Theile aus Ausländern, Söldnern, denen das harte Kriegshandwerk als letztes Mittel erscheint, nachdem sie in anderen Berufskreisen gescheitert waren. Nur eine kleine Anzahl geht unter diese Soldaten aus Hang zu einem abenteuerlichen Leben, mit welchem viele Wechselfälle und Aufregungen verbunden sind, die große Mehrzahl aber läßt sich einreihen, weil ihr kein anderer Erwerbsweg übrig scheint. Deshalb ist der Soldat als solcher nicht geachtet; auch bleibt er stets was er einmal ist, hat keine Aussicht auf Beförderung und zwischen ihm und den Offizieren ist eine weite Kluft, die nie übersprungen werden kann. Daraus erklärt sich, weshalb die Zucht furchtbar streng und die Bestrafungsweise geradezu unmenschlich und barbarisch ist. Die Peitsche spielt eine Hauptrolle: man bindet den Soldaten an einen Pfahl und schlägt ihn, bis keine Haut mehr auf dem Rücken haftet. Wir haben in dieser Beziehung schauderhafte,