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der er 80 Meilen weiter durch seine Verbindung mit dem Missouri erst wird, und überschaut von der Höhe eines Bluffs weithin die gesegneten Gebiete von Iowa und Illinois. Durch eine Bahn ist Burlington mit dem großen Getreidehafen Chicago am Michigansee in Illinois verbunden, und dorthin verfährt es einen Theil der ihm zugeführten Produkte, während ein anderer auf dem Mississippi versandt wird. Die Stadt besitzt also Stromschifffahrt, Schienenwege und Plankroads, letztere nach dem Innern des Staats, und hat sich vermittelst derselben zu einem natürlichen Stapelplatz erhoben, dessen Bedeutung in demselben Verhältnisse steigt, in welchem das Hinterland seine Hülfsquellen entwickelt. Nur in den letzten 18 Monaten nach dem August wurden in Burlington mehr als 1300 neue Häuser gebaut, zwei englische Meilen Plankreads angelegt, nahe an fünf Meilen Gasröhren gelegt, dreizehn Meilen Fußwege geebnet und gebahnt. 1856 zählte die Stadt 12,900 Seelen; Ende 1860 wird sie deren an 20,000 gehabt haben. Der Handelsumsatz betrug schon 1857 fast 14½ Millionen Dolars, wovon 8½ Millionen auf den Wechsel- und Bankverkehr kommen, 2½ Millionen auf den Verkauf von Fabrikaten. Von dem Luxus gibt es Zeugniß, daß für 42,000 Dollars Putzwaaren verkauft wurden; für die gesteigerte Ansiedelung im Innern der Verkauf von Oefen und Kochherden für 125,000 und von Pflügen etc. für mehr als 25,000 Dollars. Burlington verdankt sein Aufblühen dem Handel mit Getreide und überhaupt landwirthschaftlichen Erzeugnissen; seine Mühlen liefern ausgezeichnetes Weizenmehl. Der Platz ist geschäftlich bisher gesund geblieben und zieht mehr und mehr Kapitalien an, welche eine sehr vortheilhafte Verwendung finden. Wahrscheinlich wird Burlington auch bald, nach dem Vorbilde von Pittsburg und Cincinnati eine beträchtliche Gewerbsstadt. Seine Lage ist derart, daß es mit Leichtigkeit die Rohstoffe beziehen kann, Kupfer vom Obern See, Eisen aus Missouri, Bauholz aus Wisconsin und Michigan, Nutzholz aus Indiana, Baumwolle aus dem Süden. Brennstoff ist in Fülle vorhanden. Ansätze zu einer großartigen Fabrikthätigkeit sind bereits vorhanden, z. B. Mühlen, Maschinenbauereien, Gießereien, Fabriken landwirthschaftlicher Geräthe. Alljährlich legen zwischen zwei- und dreitausend Dampfer bei Davenport an. Der Mississippi wird gewöhnlich in der ersten Hälfte des März frei von Eis und ist bis in die zweite Hälfte des Novembers offen.

So ist der hübschen und sehr betriebsamen Stadt durch Lage und Hinterland, durch Strom und Eisenbahnen die Zukunft sicher, einer der blühendsten Plätze am Mississippi zu werden. Ihre tüchtige, kernhafte Bevölkerung besteht reichlich zu einem Drittel aus Deutschen, und scheint es überhaupt, als ob unsere Landsleute in Iowa sehr gut gedeihen. Jedenfalls können wir mit Stolz darauf hinweisen, daß der junge Staat zu nicht geringem Theile durch sie zu Aufschwung und Blüthe gelangt ist.