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Macht stumm des Tadelnden Mund, Deine Feinde schweigen.
Es ist ein redendes Sinnbild Deiner nie endenden Macht,
Von Deinem unsterblichen Ruhme das Ehrenzeichen! –
Du hast des Propheten Gesetze geehrt und erleuchtet,
Allen Gläubigen willst Du Gnade und Huld bezeigen:
So bist Du des Glaubens Leuchte, der Gerechtigkeit Stütze,
Der Feinde Entsetzen – mögen vor Dir sie erbleichen!
Erhalte Dir Gott, unser Herr, Deinen Ruhm, Deine Milde,
Und möge sein Segen von Deinem Hause nie weichen!“

Durch eine reich geschmückte, wahrhaft pomphafte Eingangshalle und den Saal der Comares hindurchschreitend, gelangt man wieder in den Mirtenhof und hat damit seinen Rundgang beendet. Die übrigen Zimmer, wie die Bäder, ein in eine Kapelle umgewandelter und dadurch verbauter Saal, und andere Räume sind unbedeutend im Vergleich zu den bereits durchwanderten Sälen und Hallen.

Aber im Uebrigen bietet die Veste und ihre nächste Umgebung dem Besucher noch reichen Stoff für Tage und Wochen. Innerhalb ihrer Ringmauern gibt es gegenwärtig eine Menge von bewohnten Gebäuden, Gasthäuser, Schenken, Kramladen, ja selbst Gefängnisse etc.: doch sie sind es nicht, welche uns noch beschäftigen. Außerhalb des herrlichen Schlosses sind zwei Gebäude der Veste besonders merkwürdig, das eine wegen seines großartigen Baustyls, das andere wegen seiner Geschichte, welche heute noch wie ein geöffnetes Buch vor die Seele tritt, wenn man das platte Dach des Baues betritt: ich meine das „Thor der Gerechtigkeit“ und den „Thurm der Wacht“.

Ersteres bildete den Haupteingang zur Burg und war deshalb zugleich als festes Bollwerk nach außen gerichtet. Zwei Hufeisenbogen überwölben den Eingangsraum: sie sind einfach in ihrer Pracht, prächtig in ihrer Einfachheit. In dem Schlußsteine des äußeren Bogens sieht man eine Menschenhand, in dem des inneren einen Schlüssel eingemeißelt: beide Sinnbilder sind noch immer dunkel geblieben. Am äußeren Bogen liest man in großer arabischer Schrift die Worte:

„Gelobt sei der Herr, der Allerbarmende und Alleinige;
Gelobt sei sein Prophet. Allah allein ist der Sieger!“

über der Schrifttafel des inneren, welche unleserlich geworden ist, steht steif und verlassen ein Muttergottesbild. Der Name dieses Eingangsthores klingt hell und freundlich aus alter Zeit zu uns herüber. Hier wurde vom Kadi oder vom Könige selbst wirklich und wahrhaftig Recht gesprochen am Freitage vor allem Volk, nach erzväterlichem