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eingeschlossen, zahlen nur fünf Procent Eingangsgebühr, und der Ausfuhrzoll für japanische Waaren ist nach demselben Verhältniß bemessen.

Japan hat die letzten fünf Jahre vortrefflich benutzt, um fortzuschreiten und den neuen Verhältnissen gewachsen zu sein. Es zeigt sich entschieden als ein Land des Fortschrittes, und nimmt von den Fremden manches Zweckmäßige an und auf. Zunächst nahm die Regierung holländische Ingenieure, Schiffs- und Maschinenbauer in Dienst, gründete eine Navigationsschule und ließ große Segelfahrzeuge und Dampfer nach den besten europäischen und amerikanischen Mustern bauen. An die Spitze stellte sie vier holländische Seeoffiziere und ließ für fünf Millionen Gulden Materialien aller Art für die neue japanische Kriegsflotte als Proben und Muster aus Holland kommen; seit 1858 kann sie aber der Beihülfe des Auslandes entbehren, da durch die Geschicklichkeit der einheimischen Werkleute Alles in derselben Vollkommenheit geliefert wird. Alle seit drei Jahren vom Stapel gelassenen Dampffregatten sind von Japanern allein gebaut worden und nur von ihnen allein bemannt. Mehre große Maschinenfabriken und Dampfhämmer sind in unausgesetzter Thätigkeit; als Arbeiter in denselben findet man viele Söhne aus vornehmen Familien; sie gießen Eisen, drehen, schmieden, feilen und setzen die Maschine zusammen. In der Gießerei zu Nagasaki steht das Modell eines Dampfers, welchen ein junger Japaner von Rang lediglich nach Zeichnungen, die er in einem holländischen Buche fand, eigenhändig verfertigt hat. Die holländischen Ingenieure waren über die vorzügliche Arbeit in nicht geringem Grad erstaunt; Alles war richtig und es bedurfte nur einiger geringer Nachbesserungen, um den Gang der Maschine zu beschleunigen. Eine holländische Grammatik der englischen Sprache, die vor einigen Jahren zu Amsterdam erschien, ist in Jeddo nachgedruckt worden; aus ihr lernen die Japaner Englisch. Alle höher Gebildeten verstehen Holländisch. Seit 1858 befinden sich nicht weniger denn drei und vierzig Offiziere der holländischen Flotte in Japan als Lehrer; sie unterrichten im Land- und Seekriegswesen, Schifffahrtskunde, Geschützwesen; auch Vorträge über Volkswirthschaft, Handelsgeschichte, Arzneikunde und holländische Literatur werden an mehren höhern Lehranstalten gehalten, und manche in denselben gebildeten Zöglinge sind als Professoren an die Gymnasien in den Provinzen vertheilt worden.

Unsere Leser sehen, welche Stelle unter den Kulturvölkern die Japaner einzunehmen berechtigt sind: möchten nur die christlichen Völker sich dieser Nation würdig zeigen! Aber schon jetzt hat Kaiser Foen Tsigo (Sohn des im August 1858 gestorbenen Taïkun) sich bitter beschwert, daß sie bereits falsches Geld und Opium in’s Land gebracht und mit Bekehrungsversuchen begonnen haben!

Auch vaterländisches Interesse nimmt Theil an der Oeffnung Japans. Preußen hat zum Frommen der deutschen Industrie eine Expedition ausgerüstet und mit einer militärischen Eskorte ausgesendet, welche nicht verfehlen wird, der preußischen Flagge in den japanischen Häfen Achtung zu verschaffen. Unser Freund, der Maler